30.11.2018, 14:11 Uhr

Tafeln erklären Zusammenhänge Tunzenberger Pappelkunstobjekte jetzt beschildert

„Der Durchblick“ ist beschildert. (Foto: BI Tunzenberg)„Der Durchblick“ ist beschildert. (Foto: BI Tunzenberg)

Bürgerinitiatve weitet Kunstprojekt aus.

TUNZENBERG Mitglieder der Bürgerinitiative Tunzenberg trafen in letzter Zeit immer öfter auf neugierige Spaziergänger, die fragten, was es denn mit dem „Durchblick“ auf sich habe. Seit einer Woche können sich nun alle Wissbegierigen direkt vor Ort selbst informieren. Gut gestaltete Schilder beschreiben jetzt in Tunzenberg nicht nur den „Durchblick“ sondern auch die „Fledermäuse“, den „Bienenstock“, die „Wölfe“ und den „Kurventreff“. Das sind die ersten fünf fertiggestellten Kunstobjekte. Weitere sind in Arbeit und sollen sich schon bald dazugesellen. Darunter befinden sich Bänke, ein „Froschkönig“ und ein Objekt, das die „13 Baumscheiben“ zeigen wird, die offenbarten, dass die vor fast drei Jahren plötzlich gefällten Säulenpappeln sehr kräftig und (bis auf eine) allesamt gesund und munter waren.

Sie hätten noch lange Zeit viel Sauerstoff, Schatten und Wohnhöhlen liefern können. Leider wurden sie bis heute nicht einmal durch zarte neue Bäumchen oder Hecken ersetzt, bemängelt die BI Tunzenberg. Und weiter: „Leider werden die Hinweise der Bürger auf Natur-, Landschafts- und Artenschutz vom Gemeinderat immer noch nicht wahrgenommen. Da müssen wohl erst die Sommer noch heißer und trockener werden, und wahrscheinlich auch die letzten Insekten ausgestorben sein“. Solche Zusammenhänge jedenfalls versucht die Bürgerinitiative Tunzenberg durch die Tafeln aufzuzeigen. Sie möchte gern erreichen, dass Probleme diskutiert und aus der Welt geschafft werden, bevor Schaden entsteht. Deshalb setzt sie sich auch für einen Geh- und Radweg an der nun unsicherer gewordenen Straße ein. Es wäre wichtig, dass Passanten eines Tages auch an der Straße von Tunzenberg nach Dengkofen gefahrlos gehen und Rad fahren könnten, wenn also dort ein Geh- und Radweg möglichst im Schatten von Bäumen wie im „Durchblick“ entstehen würde. Vielleicht müssen Bürger irgendwann ihr Engagement für die Gemeinschaft auch nicht mehr aus eigener Tasche zahlen, sondern werden von der Gemeinde unterstützt.

Die beschilderten Tunzenberger Pappelkunstobjekte liefern ab sofort viel Gesprächsstoff, so die Hoffnung der Bürgerinitiative.


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