27.06.2018, 08:34 Uhr

SPD-Landesvorsitzende zu Gast Natascha Kohnen besucht das BMW-Werk Dingolfing


Automobile Zukunftsthemen standen im Mittelpunkt.

DINGOLFING Auf Einladung des Betriebsrats besuchte die SPD-Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin für die Landtagswahl Natascha Kohnen am vergangenen Donnerstag das BMW Group Werk Dingolfing. Mit dabei auch: Robert Grashei. 1. Bevollmächtigter der IG Metall Landshut. Im Mittelpunkt des Austauschs mit Belegschaftsvertretern und Werkleitung standen die großen automobilen Zukunftsthemen wie der Wandel hin zur E-Mobilität und zum autonomen Fahren oder die Auswirkungen der Digitalisierung auf Arbeitsplätze und Beschäftigung in der Industrie.

Seit einigen Jahren bereits treibt das BMW Group Werk Dingolfing als Komponentenlieferant, aber auch als Fahrzeugwerk den Ausbau der E-Mobilität voran. Daneben setze der Standort auf eine zunehmende Digitalisierung seiner Produktionsprozesse, erläuterte bei einem Fertigungsrundgang Personalleiter Uwe Bald. „Nur wenn wir bei diesen Entwicklung an der Spitze stehen und bei innovativen Technologien weiter führend sind, werden wir international wettbewerbsfähig bleiben – und unsere Zukunft an einem Hochlohnstandort wie Deutschland sichern.“

Entscheidend sei es, so Betriebsratsvorsitzender Stefan Schmid im Gespräch mit der SPD-Vorsitzenden Kohnen, Innovationen auch zum Wohle der Mitarbeiter einzusetzen und die Mitarbeiter durch Weiterqualifizierung auf dem Weg in die Arbeit 4.0 und die Ära der E-Mobilität mitzunehmen. So hätten in den vergangenen fünf Jahren rund 4.000 Mitarbeiter am Standort Dingolfing neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze gefunden und sich fit für die Anforderungen der Zukunft gemacht. Dass ab dem Jahr 2021 der BMW iNEXT, der sämtliche automobilen Schlüsseltechnologien wie E-Mobilität und autonomes Fahren bündelt, in Dingolfing vom Band laufe, sei auch auf die hohe Kompetenz der Mitarbeiter bei Zukunftstechnologien zurückzuführen.

Gleichzeitig gelte es dafür zu sorgen, dass neue junge Fachkräfte mit großem Know-how in künftigen Schlüsseltechnologien ausgebildet würden. Wie dies konkret passiert und welche Anstrengungen das Werk Dingolfing – mit seinen 800 Auszubildenden größter Ausbildungsbetrieb Niederbayerns – dazu unternimmt, davon konnte sich Kohnen bei einem Rundgang in den Ausbildungswerkstätten überzeugen.

Natascha Kohnen sagte nach dem Besuch in Dingolfing: „Ich bin beeindruckt von den modernen Fertigungsanlagen und den hoch qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Standort: Die BMW Group treibt in Dingolfing die Elektromobilität und die Digitalisierung voran. Hier entsteht ein Kompetenzzentrum für Elektromobilität, das langfristig Arbeitsplätze in der Region sichert. Arbeitsplätze, die maßgeblich von offenen Grenzen in Europa abhängen. Der Europäische Binnenmarkt mit der Freizügigkeit von Personen, Waren und Dienstleistungen ist für das wirtschaftliche Wachstum und den Wohlstand im Freistaat Bayern von zentraler Bedeutung. Neue Grenzkontrollen, Handelshemmnisse und Zölle treffen unsere exportorientierte Wirtschaft schneller und härter als andere. Auch deshalb erteilen wir allen Versuchen der nationalen Abschottung eine Absage.“


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