07.02.2018, 14:41 Uhr

Blumenprojekt im Landkreis Dingolfing-Landau blüht auf

Zur Auftaktveranstaltung hatte Kreisfachberater Andreas Kinateder (rechts) den erfahrenen Biologen Dr. Reinhard Witt eingeladen. Er wird das Projekt „Dingolfing-Landau blüht auf“ federführend begleiten (Foto: Landkreis)Zur Auftaktveranstaltung hatte Kreisfachberater Andreas Kinateder (rechts) den erfahrenen Biologen Dr. Reinhard Witt eingeladen. Er wird das Projekt „Dingolfing-Landau blüht auf“ federführend begleiten (Foto: Landkreis)

Der Landkreis Dingolfing-Landau soll künftig an noch mehr Stellen blühen. Andreas Kinateder, Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege, bringt in Zusammenarbeit mit einigen Kommunen des Landkreises ein Projekt auf den Weg, im Zuge dessen an vielen Orten naturnahe, dauerhafte Blumenwiesen und Wildblumensäume entstehen werden.

DINGOLFING-LANDAU Zur Auftaktveranstaltung waren Bürgermeister, geschäftsleitende Beamte, Bauhofleiter sowie Grünpfleger und Vorsitzende von Gartenbauvereinen der einzelnen Kommunen ins Landratsamt eingeladen. Dort informierten Andreas Kinateder sowie der Biologe und Grünplaner Dr. Reinhard Witt über den Ablauf des Projektes „Dingolfing-Landau blüht auf! – Naturnahe Blumenwiesen und Wildblumensäume im öffentlichen Grün“.

Dr. Witt, der sich bereits seit 30 Jahren intensiv mit heimischen Wildpflanzen beschäftigt, wird die Aktion federführend begleiten. Er unterstützt zahlreiche Gemeinden auf dem Weg zu mehr Natur im öffentlichen Grün und konnte auch die Gäste der Auftaktveranstaltung in Dingolfing für diese Sache begeistern: Mehr als zehn der insgesamt 15 Kommunen in unserem Landkreis sind ernsthaft daran interessiert, an dem Projekt teilzunehmen.

„Es freut uns sehr, dass das Interesse so groß ist“, sagte Kreisfachberater Kinateder am Ende der Veranstaltung. Dr. Reinhard Witt hatte den Zuhörern im Vorfeld überzeugende Argumente geliefert, warum ein Umstieg von einjährigen, exotischen Blütenmischungen auf nachhaltige, naturnahe Blumenwiesen mit heimischen Pflanzen Sinn macht: „Sie haben weniger Arbeit damit, müssen nicht so viel Geld ausgeben, schaffen aber gleichzeitig optisch schöne Blühflächen, die das Artensterben verlangsamen und vielen Tieren einen Lebensraum schaffen.“

Das Ziel, Gemeinden zur Teilnahme an dem Projekt zu motivieren, haben die Initiatoren schonmal erreicht. Im nächsten Schritt gilt es, geeignete Flächen auszuwählen. Eine der teilnehmenden Gemeinden wird die Pilotkommune sein: Dort finden mehrere Gemeinschaftstermine zur Anpflanzung und Pflege der Flächen statt, zu denen auch Vertreter von Bauhöfen der anderen teilnehmenden Kommunen eingeladen werden. Biologe Dr. Witt und Andreas Kinateder werden die Mitarbeiter der Bauhöfe bei der Umsetzung begleiten.

In Bayern gibt es schon einige Kommunen, die solche Flächen erfolgreich betreiben (zum Beispiel die Gemeinde Haar bei München). Das Projekt im Landkreis Dingolfing-Landau startet im Frühjahr.


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