07.12.2017, 15:23 Uhr

Feierstunde in München Verfassungsmedaillen für Heinrich Trapp und Georg Eberl


Bedeutende Auszeichnung für Landrat Heinrich Trapp und Mammings Bürgermeister Georg Eberl

DINGOLFING-LANDAU Heinrich Trapp, Landrat des Landkreises Dingolfing-Landau, und Mammings Bürgermeister Georg Eberl sind vor Kurzem mit der Verfassungsmedaille in Silber geehrt worden. Bei einer Feierstunde im Senatssaal des Maximilianeums in München erhielten sie die hohe Auszeichnung aus den Händen von Landtagspräsidentin Barbara Stamm.

„Sie sind Persönlichkeiten, auf die wir nicht verzichten können. Sie bringen sich weit über das übliche Maß hinaus ein, Sie leisten mehr als nur ihre Pflicht. Sie haben eine Vorstellung davon, wie eine gute, eine lebenswerte Gesellschaft aussieht – und Sie tragen ganz wesentlich dazu bei, dass diese Gesellschaft gelingt“, so Stamm.

In der Laudatio für Landrat Heinrich Trapp wurde sowohl dessen politisches als auch sein ehrenamtliches Engagement gewürdigt. Trapp sei seit 1991 Landrat des Landkreises Dingolfing-Landau und damit dienstältester Landrat in Bayern. Neben seinem beruflichen Engagement sei der Grund- und Hauptschullehrer bereits zuvor politisch und ehrenamtlich aktiv gewesen. Insbesondere habe er sich als Jugendleiter in der Katholischen Landvolkbewegung und als Vorsitzender des Kreisjugendrings in besonderem Maße eingesetzt, bevor er von 1986 bis 1991 Abgeordneter des Bayerischen Landtags für die SPD war. In seinen mittlerweile 26 Jahren als Landrat habe Heinrich Trapp stets die richtigen Weichenstellungen vorgenommen, um nicht nur die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Dingolfing-Landau weiterzuentwickeln, sondern mit dem von ihm mitgestalteten ökonomischen Aufschwung der Region vor allem die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger vor Ort stetig zu verbessern. Dabei gelte sein besonderes Augenmerk auch den Chancen und Möglichkeiten der jungen Generation. Nicht zuletzt dank seiner Bürgernähe, die sich in bemerkenswerten Wahlergebnissen widerspiegelte, und seiner ausgeprägten Fähigkeit, Menschen zuzuhören und ihre Sorgen ernst zu nehmen, habe er sich große Verdienste um die Werte der Bayerischen Verfassung erworben.

In der Laudatio für Georg Eberl hieß es, der Mamminger engagiere sich in außergewöhnlicher Weise in der Kommunalpolitik. Bis 2016 sei Eberl hauptberuflich als Lehrer an der Mittelschule Mamming tätig gewesen, seit 1984 zudem als ehrenamtlicher erster Bürgermeister der Gemeinde Mamming und Vorsitzender der Verwaltungsgemeinschaft Mamming. Zudem sei er seit 1990 für die CSU Mitglied des Kreistages Dingolfing-Landau. Von 1996 bis 2014 habe er das Amt des stellvertretenden Landrats ausgeübt. Die hohen Zustimmungswerte, die er bei seiner mittlerweile fünften Wahl zum Bürgermeister von Mamming erfahren habe, würden das große Ansehen widerspiegeln, das Eberl in der Gemeinde genießt. Er setze sich stets mit weit über die normalen Aufgaben eines Bürgermeisters hinausgehendem Engagement für die Instandhaltung und Modernisierung gemeindlicher Einrichtungen ein und trage so maßgeblich zu einer hohen Lebensqualität in Mamming bei. Gerade im Bildungsbereich sei er als überzeugter Pädagoge stets ein großer Förderer der örtlichen Schulen gewesen. In seiner 33-jährigen Amtszeit habe sich Georg Eberl in ganz besonderer Weise um das örtliche Gemeinwohl verdient gemacht.

Die Festrede hielt die bekannte Schauspielerin Jutta Speidel, die als Gründerin und Vorsitzende des Vereins „Horizont“ vor acht Jahren wegen ihres großen persönlichen Einsatzes für obdachlose Frauen und deren Kinder selbst die Verfassungsmedaille in Silber erhalten hat.

Anlässlich des Verfassungstages am 1. Dezember verleiht die Präsidentin des Bayerischen Landtages jedes Jahr die Verfassungsmedaille. Sie gehört zu den staatlichen Auszeichnungen, die im Freistaat Bayern am seltensten – noch seltener als der Bayerische Verdienstorden – verliehen werden.


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