25.06.2010, 00:00 Uhr

Ein Polizist und seine ungewöhnliche Leidenschaft Fahndung nach dem Wasserburger Kartenspiel

Polizeioberkommissar will sein 5000. Kartenspiel und braucht Dingolfinger Hilfe.

DINGOLFING Polizeioberkommissar Dieter Engler ist verzweifelt. Denn obwohl der 59-Jährige beruflich schon so manche heiße Spur verfolgt und viele knifflige Fälle gelöst hat, befindet er sich bei einer persönlichen Fahndung derzeit in einer Sackgasse.

„Ich sammle schon seit langem Kartenspiele mit Brauerei-Reklamen. Ich brauche aber unbedingt noch ein ganz bestimmtes Schafkopfspiel aus Dingolfing, was aber offenbar gar nicht so einfach ist zu bekommen“, so Engler. Deshalb wandte sich der Ordnungshüter jetzt an das Dingolfinger Wochenblatt.

4.999 Kartenspiele, die irgendwann einmal von den verschiedensten Brauereien herausgebracht wurden, bewahrt der Polizist mittlerweile im Hobbyraum seines Hauses im westfälischen Haltern auf. Neben dem Sammeln der Karten ist Dieter Engler auch passionierter Skatspieler, der sich mit seiner Spielkunst bereits bis in die Skatbundesliga hochgepunktet hat.

Doch alles, was im Moment für den Ordnungshüter mit ausgeprägter Sammelleidenschaft zählt, ist das fehlende Schafkopfspiel aus Dingolfing.

„Die im Jahr 1732 gegründete Brauerei zur alten Post in Dingolfing, die 1870 von Xaver Wasserburger übernommen wurde und heute als Brauerei Xaver Wasserburger Dingolfing firmiert, gab um 1960 herum ein Schafkopfspiel heraus, auf dem das Wasserburger Wappen abgebildet ist, daneben steht: Brauerei Wasserburger Dingolfing, Tel. 08731/2041 (siehe kleines Bild). Auch eine jüngere Version ohne Telefonnummer suche ich ganz dringend.“

Doch woher weiß Spürnase Dieter Engler von diesem Kartenspiel? „Für Insider gibt es es die ‘Internationale Fördergemeinschaft von Brauerei-Werbemittel-Sammlern’. Aus diesem speziellen Katalog habe ich von den Kartenspielen aus Dingolfing erfahren.“

Derzeit unternimmt der Polizeioberkommissar alle mögliche, um an die begehrten Kartenspiele heranzukommen: „Vielleicht gelingt es ja, durch einen ‘Fahndungsaufruf im Isar Wochenblatt von den Lesern eins der Spiele zu ergattern?“.

Wir möchten dem sympathischen Polizeioberkommissar helfen. Wer zufällig im Spieleschrank, im Wirtshaus ums Eck oder am Dachboden noch so ein Spiel hat, soll sich bitte mit uns in Verbindung setzen unter Telefon 08731/379821, e-mail: redaktion-isar@wochenblatt.de.


0 Kommentare