11.12.2020, 23:18 Uhr

Washington (AFP) US-Regierung kauft weitere 100 Millionen Corona-Impfdosen von Moderna

Die US-Regierung bestellte 100 Millionen weitere Imfpdosen.
Quelle: AFP/Archiv/JOEL SAGET (Foto: AFP/Archiv/JOEL SAGET)Die US-Regierung bestellte 100 Millionen weitere Imfpdosen. Quelle: AFP/Archiv/JOEL SAGET (Foto: AFP/Archiv/JOEL SAGET)

Mit insgesamt 200 Millionen Moderna-Dosen können 100 Millionen immunisiert werden

Die US-Regierung kauft bei dem Pharmaunternehmen Moderna 100 Millionen weitere Dosen seines Corona-Impfstoffs. Das kündigte US-Gesundheitsminister Alex Azar am Freitag an. Damit kauft die Regierung in Washington bei Moderna insgesamt 200 Millionen Impfdosen, mit denen insgesamt 100 Millionen Menschen immunisiert werden können.

Das US-Unternehmen Moderna mit Sitz in New York teilte mit, die neue Bestellung werde im zweiten Quartal 2021 geliefert, die Auslieferung der ersten Bestellung werde im Laufe des ersten Quartals abgeschlossen. Klinische Studien bescheinigen dem Moderna-Impfstoff eine Wirksamkeit von über 94 Prozent. Die US-Arzneimittelbehörde FDA will sich am kommenden Donnerstag mit dem Antrag Modernas auf eine Notfallzulassung befassen.

Die USA haben außerdem 100 Millionen Dosen des Impfstoffes des Mainzer Unternehmens Biontech und seines US-Pharma-Partners Pfizer bestellt. Bei beiden Impfstoffen sind zwei Spitzen notwendig.

Am Montag hatte die "New York Times" berichtet, die US-Regierung habe im Sommer eine Gelegenheit versäumt, mehr Impfstoffe von Biontech und Pfizer zu bestellen. In der Folge habe Pfizer Verträge mit anderen Staaten abgeschlossen. Ein US-Regierungsvertreter wies den Bericht zurück und erklärte, derzeit liefen Verhandlungen über weitere Bestellungen.

Unterdessen rückt eine Zulassung des Corona-Impfstoffs von Biontech und Pfizer in den USA immer näher: Eine Expertenkommission der FDA empfahl am Donnerstag (Ortszeit) die Notfallzulassung des Impfstoffs. Eine offizielle Zulassung der FDA wurde binnen kurzer Zeit erwartet, mit den Impfungen könnte schon am Montag begonnen werden. Bereits am vergangenen Dienstag hatte die Arzneimittelbehörde erklärt, sie stufe den Impfstoff als sicher und wirksam ein.

US-Präsident Donald Trump drängte die Behörde am Freitag, den Impfstoff umgehend zuzulassen. Die "Washington Post" berichtete, Trumps Stabschef Mark Meadows habe den FDA-Chef Stephen Hahn zum sofortigen Rücktritt aufgefordert, falls nicht noch am Freitag ein Impfstoff zugelassen werde. Demnach beschleunigte die FDA in der Folge ihre Prozedur, um die für Samstagmorgen geplante Notfallzulassung für den Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer vorzuziehen.

Die Regierung will bis zum Frühjahr 100 Millionen Menschen impfen. In den USA leben mehr als 330 Millionen Menschen.


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