10.12.2020, 09:45 Uhr

Wiesbaden (AFP) Öffentliche Bildungsausgaben steigen um 6,3 Prozent auf 150,1 Milliarden Euro

Unterricht in einer Grundschule.
Quelle: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER)Unterricht in einer Grundschule. Quelle: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER)

Rund die Hälfte fließt in den Schulbereich - Bundesländer übernehmen Löwenanteil

Der deutsche Staat hat im vergangenen Jahr mehr für das Bildungs- und Erziehungswesen ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden erklärte, stieg die Summe im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Prozent oder 8,8 Milliarden Euro auf etwa 150,1 Milliarden Euro. Der Ausgabenanstieg beschleunigte sich damit. Von 2017 auf 2018 hatten sich die Bildungsausgaben um 4,5 Prozent oder 6,1 Milliarden Euro erhöht.

Die Zählung umfasst die Ausgaben von Bund, Ländern und Kommunen für den Kita-, Schul- und Hochschulbereich. 49,2 Prozent oder rund die Hälfte der öffentlichen Bildungsausgaben entfielen 2019 auf den Schulbereich. Jeweils etwas mehr als ein Fünftel kam dem Kita- und dem Hochschulsektor zugute. Der Anstieg der Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr wurde laut Statistischem Bundesamt vor allem von den Bundesländern getragen, die mehr in Schulen und Kitas investieren.

Insgesamt erhöhten die Länder ihre Bildungsausgaben demnach um 7,3 Prozent, während bei den Kommunen ein Plus von 5,4 Prozent zu Buche schlug. Die Bildungsausgaben des Bundes sanken hingegen leicht um etwa ein Prozent. Generell finanzieren die Länder den Löwenanteil der Bildungsausgaben. Auf sie entfielen 2019 105,3 Milliarden Euro oder rund zwei Drittel der Gesamtsumme. Städte und Gemeinden gaben 35 Milliarden Euro aus, der Bundesanteil betrug 9,9 Milliarden Euro.

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) begrüßte die gestiegenen Ausgaben. Obwohl die Länder vielfach dafür zuständig seien, leiste der Bund einen wichtigen Beitrag, erklärte sie. In diesem Jahr habe der Bund 10,9 Milliarden Euro für Bildung vorgesehen, ein Plus von hundert Millionen Euro im Vergleich zu 2019. Auch die bislang noch nicht berücksichtigten Mittel zur Bewältigung der Corona-Pandemie kämen "in erheblichem Maße" der Bildung zugute, erklärte Karliczek.


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