07.12.2020, 14:52 Uhr

Berlin (AFP) Bundesweiter Aktionstag zu Kontrolle von Maskenpflicht in Bahnen und Bussen

Logo der Deutschen Bahn .
Quelle: AFP/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Ina FASSBENDER)Logo der Deutschen Bahn . Quelle: AFP/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Ina FASSBENDER)

Deutsche Bahn: "bislang größte Kontrollaktion zur Einhaltung der Maskenpflicht"

Mit einem bundesweiten Aktionstag haben die Bundespolizei, Behörden und Verkehrsunternehmen wie die Deutsche Bahn am Montag die Einhaltung der Maskenpflicht im öffentlichen Personenverkehr überprüft. Dabei handelte es sich um die "bislang größte Kontrollaktion zur Einhaltung der Maskenpflicht", wie die Bahn erklärte.

Der Aktionstag war das Ergebnis eines runden Tisches von Bund, Ländern und Verkehrsunternehmen im September. In einigen Bundesländern verstärkten Landespolizisten sowie Mitarbeiter der Gesundheits- und Ordnungsämter die Kontrollen in Zügen und an größeren Bahnhöfen.

In Bayern waren laut Innenminister Joachim Herrmann (CSU) rund tausend Kontrollbeamte am Aktionstag im Einsatz. "Die meisten halten sich vorbildlich an die Maskenpflicht", erklärte Herrmann. Leider gebe es aber Menschen, die leichtfertig oder absichtlich ohne Mund-Nasen-Bedeckung unterwegs seien. Bei der derzeitigen Infektionslage sei das "absolut unverantwortlich".

"Wichtig ist ein kontinuierlicher Kontrolldruck, um Maskenmuffeln einen Denkzettel zu verpassen", erklärte Herrmann. Aus diesem Grund habe er bereits seit Mitte Oktober verstärkte Polizeikontrollen angeordnet. Bei einem Verstoß gegen die Maskenpflicht drohe im Freistaat ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro.

Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) bedankte sich via Twitter bei allen, die sich an die Regeln hielten und sich und andere schützten. "Das Tragen der Maske ist ein Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme, auf das wir auch weiterhin mit Kontrollen aufmerksam machen", erklärte Wüst.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christine Aschenberg-Dugnus, bezeichnete den bundesweiten Aktionstag als "notwendiges Signal". Gerade im öffentlichen Personennahverkehr, wo der Mindestabstand nicht immer eingehalten werden könne, schütze das Tragen eines Gesichtsschutzes vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. "Wer sich jedoch noch immer nicht an die Regeln hält und damit bewusst andere gefährdet, muss konsequent mit einem Bußgeld belegt werden", erklärte die FDP-Politikerin.

Mit Beginn der Woche verdoppelte die Bahn auch die Kontrollen der Maskenpflicht im Fernverkehr. In bis zu 50 Prozent dieser Züge seien im Dezember Sicherheitsteams aus Mitarbeitern der Bahn und Bundespolizisten an Bord, um auf die Einhaltung der Maskenpflicht hinzuweisen. Die täglichen Kontrollen in den Regionalzügen und auf den Bahnhöfen würden unverändert fortgeführt.

Am Berliner Hauptbahnhof präsentierten Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), Bahnpersonenverkehrsvorstand Berthold Huber und Bundespolizeipräsident Dieter Romann einen ICE, der jeweils an den Endwagen mit einer Maske beklebt ist. Er solle in den kommenden Wochen "als rollender Botschafter für die Maskenpflicht und sicheres Reisen mit der Bahn" auf verschiedenen Strecken fahren, teilte der Konzern mit.

Huber betonte, die "ganz große Mehrheit" der Kunden habe "von Anfang an die Maske zum Schutz aller Reisenden im wahrsten Sinne mitgetragen". Verstöße seien die "absolute Ausnahme". Er kündigte zu Weihnachten eine weitere Verstärkung der Kontrollen an.

Das Maskentragen ist in allen öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Die Bundespolizei ermahnte in den vergangenen Wochen bereits zehntausende Bahnfahrer und Bahnhofsbesucher wegen Verstößen.


0 Kommentare