17.11.2020, 04:37 Uhr

Washington (AFP) SpaceX-Kapsel dockt an Internationaler Raumstation an

Andockvorgang der SpaceX-Kapsel.
Quelle: NASA TV/AFP/- (Foto: NASA TV/AFP/-)Andockvorgang der SpaceX-Kapsel. Quelle: NASA TV/AFP/- (Foto: NASA TV/AFP/-)

Firma von Elon Musk bringt vier Astronauten für erste Langzeitmission zur ISS

Eine Raumkapsel des US-Unternehmens SpaceX ist in der Nacht zum Montag erfolgreich an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Wie auf Live-Bildern von der ISS zu sehen war, verlief der erste Teil des Andockvorgangs nach einem 27-stündigen Flug der "Crew Dragon" planmäßig. Sechs Monate nach ihrem historischen Testflug hatte die Firma von Tesla-Chef Elon Musk am Sonntag vier Astronauten für die erste Langzeitmission zur ISS geschickt.

An Bord der Raumkapsel "Crew Dragon" sind die beiden Nasa-Astronauten Michael Hopkins und Victor Glover, ihre Nasa-Kollegin Shannon Walker sowie der japanische Astronaut Soichi Noguchi. Die vier Insassen stoßen für ihre sechsmonatige Langzeitmission zu den drei ISS-Insassen Sergej Ryschikow, Sergej Kud-Swertschkow und Kathleen Rubins hinzu.

In den vergangenen Jahren waren US-Astronauten vollständig auf russische Raketen angewiesen, um zur ISS zu kommen. Die Nasa hatte ihr Shuttle-Programm wegen hoher Kosten und nach zwei Unglücken vor neun Jahren eingestellt.

Um wieder unabhängiger von Russland zu werden, beauftragte die US-Regierung unter Trumps Vorgänger Barack Obama das Unternehmen SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk sowie den Luftfahrtriesen Boeing mit dem Bau von Raumfähren. Die "Starliner"-Kapsel von Boeing befindet sich aber noch in der Testphase und wird erwartungsgemäß nicht vor kommendem Jahr fertig.

Mit der Mission bringt sich SpaceX nun als US-Marktführer in der Raumfahrt in Stellung. Ende Mai hatte das Unternehmen zum ersten Mal erfolgreich zwei US-Astronauten zu einer zweimonatigen Mission zur ISS geschickt.

Für kommendes Jahr sind zwei weitere bemannte SpaceX-Flüge für die Nasa geplant, darunter im Frühjahr mit dem französischen ESA-Astronauten Thomas Pesquet, sowie vier unbemannte Versorgungsflüge zur ISS in den kommenden 15 Monaten.


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