26.10.2020, 17:31 Uhr

Washington (AFP) Trump weist Vorwurf der Kapitulation im Kampf gegen Corona zurück

Präsident Trump.
Quelle: AFP/SAUL LOEB (Foto: AFP/SAUL LOEB)Präsident Trump. Quelle: AFP/SAUL LOEB (Foto: AFP/SAUL LOEB)

Nach Äußerungen von Stabschef des US-Präsidenten

US-Präsident Donald Trump hat Vorwürfe zurückgewiesen, er habe den Kampf gegen die Corona-Pandemie aufgegeben. "Das tue ich nicht", sagte Trump am Montag, als er von Journalisten auf eine entsprechende Anschuldigung seines Wahl-Herausforderers Joe Biden angesprochen wurde. Der Amtsinhaber wiederholte vielmehr seine optimistische Einschätzung, die USA könnten die Pandemie bald hinter sich lassen.

Am Sonntag hatte Trumps Stabschef Mark Meadows mit einer Aussage für Wirbel gesorgt, die als Kapitulation vor dem Virus gewertet wurde. "Wir werden die Pandemie nicht kontrollieren", sagte Meadows im Nachrichtensender CNN. Entscheidend sei vielmehr, dass Impfstoffe und Medikamente gegen das Virus zum Einsatz kämen.

Biden erklärte daraufhin, Meadows habe letztlich nur die Strategie des Präsidenten im Umgang mit der Pandemie eingeräumt: "Die weiße Flagge der Niederlage schwenken und hoffen, dass das Virus einfach verschwindet, wenn er es ignoriert."

In den USA sind schon mehr als 225.000 Menschen an den Folgen des Coronavirus gestorben, deutlich mehr als in jedem anderen Land der Welt. Zuletzt wurde bei den Neuinfektionen ein neuer Rekordwert von fast 89.000 innerhalb eines Tages registriert.

Die Corona-Pandemie ist eines der zentralen Themen des Präsidentschaftswahlkampfes vor der Wahl am 3. November. Trump liegt in Umfragen seit Monaten teils deutlich hinter dem Demokraten Biden. Der Wahlkampf ist geprägt von vielen persönlichen Attacken Trumps gegen seinen Rivalen.

Am Montag machte der Präsident sich darüber lustig, dass Biden ihn am Vortag bei einem Wahlkampfauftritt versehentlich als "George" bezeichnet hatte. "Joe Biden hat mich gestern George genannt", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. "Er konnte sich nicht an meinen Namen erinnern." Der 74-jährige Amtsinhaber wirft seinem drei Jahre älteren Herausforderer regelmäßig eine fehlende geistige Fitness für das Präsidentenamt vor.

Der für Versprecher und Verhaspler bekannte Biden hatte am Sonntag offenbar kurz Trumps Vornamen vergessen und ihn stattdessen "George" genannt - womöglich wegen der früheren Präsidenten George Bush Senior und George W. Bush.


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