23.10.2020, 22:35 Uhr

Mannheim (AFP) Deutsche Krankenhäuser sehen sich gut für neue Coronavirus-Welle gerüstet

Menschen mit Atemschutzmasken in Dortmunder Fußgängerzone.
Quelle: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER)Menschen mit Atemschutzmasken in Dortmunder Fußgängerzone. Quelle: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER)

Verbands-Geschäftsführer: Derzeit mehr als 8000 freie Intensivbetten

Die deutschen Krankenhäuser sehen sich für den derzeitigen starken Anstieg der Zahl von Coronavirus-Patienten gut gerüstet. "Die Krankenhäuser sind hoch alarmiert, ohne hektisch zu sein", sagte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum, dem "Mannheimer Morgen" (Samstagsausgabe). Gegenwärtig gebe es mehr als 8000 freie Intensivbetten, wobei durch Verschieben nicht notwendiger Behandlungen weitere 10.000 Betten frei gemacht werden könnten.

"Außerdem müssen nicht alle Patienten, die mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus kommen, intensivmedizinisch behandelt werden", sagte Baum. Nach seinen Angaben werden derzeit rund 6000 Patienten in Krankenhäusern wegen der von dem neuartigen Coronavirus ausgelösten Lungenerkrankung Covid-19 behandelt, etwa tausend von ihnen liegen auf der Intensivstation. "Die Kapazitäten werden noch lange reichen, ehe es bedenklich wird", betonte der Hauptgeschäftsführer der Krankenhausgesellschaft.

Damit die Lage in den nächsten Wochen und Monaten aber nicht außer Kontrolle gerate, sei insgesamt sehr viel Vorsicht und Einsatzbereitschaft gefordert, sagte Baum. Jeder Bürger müsse selbst vorbeugend tätig sein und der Aufforderung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) folgen, nicht notwendige Kontakte zu vermeiden. Baum sieht Deutschland insgesamt gut für die zweite Corona-Welle gerüstet: "Unser Gesundheitssystem schneidet bei der Bewältigung der Pandemie weltweit mit am besten ab."

Die Zahlen der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hatten in den vergangenen Tagen in Deutschland neue Spitzenwerte erreicht. An zwei Tagen in Folge wurden jeweils mehr als 11.000 neue Ansteckungsfälle verzeichnet. Das Robert-Koch-Institut (RKI) stuft die Lage als "sehr ernst" ein.


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