19.10.2020, 11:40 Uhr

Berlin (AFP) Merkel sieht Zuwanderer besonders von der Corona-Krise betroffen

Afghanische Migranten in Berlin.
Quelle: AFP/Archiv/John MACDOUGALL (Foto: AFP/Archiv/John MACDOUGALL)Afghanische Migranten in Berlin. Quelle: AFP/Archiv/John MACDOUGALL (Foto: AFP/Archiv/John MACDOUGALL)

Kanzlerin berät mit Migrantenverbänden auf dem Integrationsgipfel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dazu aufgerufen, in der Corona-Krise die Integration von Einwanderern nicht außer acht zu lassen. Die Pandemie stelle auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf die Probe, sagte Merkel zum Auftakt des Integrationsgipfels am Montag in Berlin. Die Krise treffe zwar alle, aber unterschiedlich hart.

Einwanderern gelinge es wegen der pandemie-bedingten Einschränkungen nicht so leicht, in Deutschland Fuß zu fassen, weil Sprachkurse und Beratung nicht wie gewohnt in Präsenzveranstaltungen angeboten würden, fügte Merkel hinzu. Auch Bildung und Ausbildung fänden nicht in gewohntem Maße statt. Der wirtschaftliche Einbruch wirke sich besonders auf Branchen aus, in denen viele Menschen mit einer Einwanderungsgeschichte tätig sind - die nun um ihre Arbeitsplätze fürchten müssten.

Merkel wollte am Nachmittag mit Vertretern von rund 40 Migrantenverbänden per Videokonferenz über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Integration beraten. Themen waren unter anderem die stärkere Nutzung der Digitalisierung für die Integration und die Stärkung der Akteure.

In den Beratungen ging es außerdem um die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Integration - insbesondere um die Bereiche Erstintegration und Eingliederung. Dazu sollten konkrete Maßnahmen aus den vorbereitenden Arbeitsgruppen vorgestellt werden. Eingeladen zu dem Digital-Gipfel sind etwa 130 Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen, Zivilgesellschaft und Migrantenverbänden.


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