05.10.2020, 13:49 Uhr

Washington (AFP) Über mögliche Entlassung Trumps aus Krankenhaus soll am Montag entschieden werden

Trump in Konferenzraum in Militärkrankenhaus.
Quelle: The White House/AFP/Joyce N. BOGHOSIAN (Foto: The White House/AFP/Joyce N. BOGHOSIAN)Trump in Konferenzraum in Militärkrankenhaus. Quelle: The White House/AFP/Joyce N. BOGHOSIAN (Foto: The White House/AFP/Joyce N. BOGHOSIAN)

US-Präsident feuert Twitter-Feuerwerk ab

Über eine mögliche Entlassung des mit Corona infizierten US-Präsidenten Donald Trump aus dem Krankenhaus soll noch am Montag entschieden werden. Die Entscheidung werde im Verlauf des Tages getroffen, sagte Trumps Stabschef Mark Meadows am Montag im Nachrichtensender Fox News. Der Gesundheitszustand des 74-Jährigen habe sich über die Nacht "verbessert". Meadows zeigte sich "optimistisch", dass der Präsident noch am Montag das Krankenhaus verlassen könne.

Trump war am Freitag in das nahe der Hauptstadt Washington gelegene Militärkrankenhaus Walter Reed eingeliefert worden. Der Präsident war zuvor positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Seitdem hat es schwammige und widersprüchliche Angaben seiner Ärzte und des Weißen Hauses über den Zustand des Präsidenten gegeben, der mit einer Reihe von Medikamenten behandelt wird.

Trumps zog am Sonntag viel Kritik auf sich, als er sich in einem schwarzen Geländewagen vor dem Krankenhaus versammelten Anhängern zeigte. Gesundheitsexperten kritisierten, er setze damit die Gesundheit seiner Leibwächter aufs Spiel und verstoße gegen Vorgaben für Corona-Patienten.

Am frühen Montagmorgen (Ortszeit) feuerte Trump dann ein wahres Twitter-Feuerwerk ab: In rund 20 Tweets - viele davon komplett in Großbuchstaben geschrieben - nahm er für sich zahlreiche politische Erfolge in Anspruch, attackierte die oppositionellen Demokraten und rief seine Anhänger auf, wählen zu gehen.

Rund vier Wochen vor der Präsidentschaftswahl am 3. November liegt der republikanische Amtsinhaber in Umfragen hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden. Unklar ist bislang, in wie weit die Corona-Infektion Trump politisch schaden oder nutzen könnte.


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