03.10.2020, 13:44 Uhr

Konstanz (AFP) Corona-Kundgebungen in Konstanz laufen schleppend an

Proteste gegen Corona-Politik in Berlin .
Quelle: AFP/Archiv/Adam Berry (Foto: AFP/Archiv/Adam Berry)Proteste gegen Corona-Politik in Berlin . Quelle: AFP/Archiv/Adam Berry (Foto: AFP/Archiv/Adam Berry)

Zahl der Teilnehmer bleibt deutlich hinter Erwartungen zurück

Die für Samstag geplanten Corona-Kundgebungen in der Bodenseestadt Konstanz haben deutlich weniger Menschen mobilisiert als zunächst erwartet. Die Polizei sprach am frühen Nachmittag von etwa 1000 Demonstranten gegen Corona-Maßnahmen - diese Zahl blieb weit hinter den Erwartungen der Veranstalter zurück. Eine Menschenkette des Veranstalters "Querdenken 753 Konstanz", die von Konstanz über 60 Kilometer bis ins österreichische Bregenz reichen sollte, konnte mangels Teilnehmer nicht annähernd geschlossen werden. Allein für die Menschenkette hatten die Organisatoren vorab 15.000 Teilnehmer angemeldet.

Insgesamt 17 Demonstrationen fanden am Samstag in Konstanz statt. Es handelte sich um Kundgebungen von Kritikern der Corona-Maßnahmen sowie um Gegenkundgebungen. Auch auf Seiten der Gegendemonstranten hätten sich nur kleine Gruppen versammelt, teilte die Polizei mit.

Die Polizei stufte die Gesamtlage am frühen Nachmittag als "sehr ruhig" ein. Lediglich zwei so genannte "Querdenker", die ohne Maske eine Gaststätte betreten hätten, seien des Hauses verwiesen worden, teilte die Polizei mit.

Der weitaus größte Teil der am Wochenende erwarteten Veranstaltungen war nicht von Kritikern der Gesundheitsmaßnahmen angemeldet worden. Nach Angaben der Stadt sollten die Kundgebungen mehrheitlich für Themen wie Solidarität, Verantwortung in Zeiten der Corona-Krise und den Kampf gegen Antisemitismus eintreten.

Am Sonntag sind zwölf weitere Kundgebungen in der Konstanzer Innenstadt geplant. Bei einer Veranstaltung soll dort auch der Initiator der so genannten Querdenker-Bewegung, Michael Ballweg, sprechen.

Die Auflagen der Stadt Konstanz für die Veranstaltungen waren streng. Um Abstandsregeln sicher zu stellen, mussten die Veranstalter pro 50 Teilnehmer vier Ordner stellen. Zudem waren Reichskriegsflaggen, Kaiserreichsflaggen und Zeichen, die einen deutlichen Bezug zur Zeit oder zu den Verbrechen des Nationalsozialismus haben, verboten.


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