02.10.2020, 08:29 Uhr

Brüssel (AFP) Genesungswünsche für den US-Präsidenten aus aller Welt

Michel, Johnson, WHO und Modi wünschen Trump schnelle Genesung von Corona

Nach dem Bekanntwerden der Coronavirus-Infektion von Donald Trump treffen auch aus dem Ausland Genesungswünsche für den US-Präsidenten ein. Er wünsche Trump eine "schnelle Genesung", schrieb EU-Ratspräsident Charles Michel am Freitagmorgen im Onlinedienst Twitter. "Covid-19 ist ein Kampf, den wir alle weiterhin kämpfen. Überall. Egal, wo wir leben", fügte Michel mit Blick auf die Corona-Pandemie hinzu.

Der britische Premierminister Boris Johnson sandte ebenfalls via Twitter seine "besten Wünsche" an Trump und dessen Frau Melania, bei der ebenfalls das neuartige Coronavirus nachgewiesen wurde. "Hoffe, dass sie beide schnell vom Coronavirus genesen", fügte Johnson hinzu. Der britische Regierungschef war im Frühling an Covid-19 erkrankt und hatte deswegen sogar einige Tage auf der Intensivstation verbringen müssen.

Auch der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus, reagierte auf die Nachricht aus Washington. Er wünschte Trump via Twitter "eine vollständige und schnelle Genesung".

Beim Verhältnis zwischen der WHO und Trump steht es nicht zum Besten: Der US-Präsident hatte Anfang Juli den Austritt seines Landes aus der UN-Sonderorganisation wegen deren Umgang mit der Corona-Pandemie eingeleitet. Er warf der WHO vor, durch einen China-freundlichen Kurs die weltweite Ausbreitung des neuartigen Virus ermöglicht zu haben.

Der indische Regierungschef Narendra Modi schrieb auf Twitter, er wünsche seinem "Freund" Trump "eine schnelle Genesung und gute Gesundheit".

Trump hatte kurz zuvor via Twitter öffentlich gemacht, dass er und seine Frau Melania positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden. Nach Angaben von Trumps Leibarzt Sean Conley kann der 74-jährige Staatschef seine Pflichten als US-Präsident aber weiter ausüben könne. Trump und die First Lady bleiben nun vorerst im Weißen Haus in Quarantäne.

In einem Monat stellt sich Trump zur Wiederwahl, wegen seiner Infektion muss er voraussichtlich eine Reihe von für die kommenden Tage geplanten Wahlkampfauftritte absagen. Kritiker werfen Trump vor, das neuartige Coronavirus von Beginn an unterschätzt und das Ausmaß der Pandemie heruntergespielt zu haben.

Die USA sind das am schwersten von der Corona-Pandemie betroffene Land der Welt. Seit Beginn der Pandemie wurden landesweit mehr als 7,3 Millionen Corona-Infektionen nachgewiesen, mehr als 200.000 Menschen starben.


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