10.09.2020, 10:05 Uhr

Berlin (AFP) Bundesweiter Probealarm sollte Ernstfall testen

Tafel zeigt Probewarnung an.
Quelle: AFP/Tobias SCHWARZ (Foto: AFP/Tobias SCHWARZ)Tafel zeigt Probewarnung an. Quelle: AFP/Tobias SCHWARZ (Foto: AFP/Tobias SCHWARZ)

Warnung später ausgelöst als angekündigt

Mit einem bundesweiten Probealarm haben die Behörden in Deutschland am Donnerstag den Ernstfall getestet. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe veröffentlichte dazu am Vormittag eine amtliche Meldung zu dem Probealarm. Diese wurde etwa eine halbe Stunde später verbreitet, als es zunächst angekündigt worden war. Etwa zehn Minuten später folgte die Mitteilung für die Probeentwarnung.

Zum ersten bundesweiten Warntag sollten laut Vorankündigung im ganzen Land um 11.00 Uhr Sirenen und andere Warnsysteme ausgelöst werden, Entwarnung sollte eigentlich erst 20 Minuten nach der Probewarnung gegeben werden.

Unter anderem sollte die Probewarnung über Radio und Fernsehen sowie auf Warnapps wie der Anwendung Nina verbreitet werden. Bei mehreren Fernsehsendern etwa war zwischenzeitlich die Probewarnung als Text eingeblendet. Die Warnapp Nina schickte zeitgleich zu der offiziellen Warnung und Entwarnung des Bundesamts jeweils eine Mitteilung.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hatte dazu aufgerufen, Nachbarn über den Probealarm zu informieren. Es bestand keine Gefahr für die Bevölkerung. Einerseits sollten mit dem Alarm die Warnverfahren getestet werden. Andererseits sollten Bürger für das Thema Warnung sensibilisiert werden.

Auf Bundesebene ist das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe zuständig, in den Bundesländern die Innenministerien. Außerdem sind in den Kommunen in der Regel die für Katastrophenschutz zuständigen Behörden beteiligt. Nach einem Beschluss der Innenministerkonferenz findet der bundesweite Warntag ab 2020 jährlich am zweiten Donnerstag im September statt.


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