01.09.2020, 20:27 Uhr

Washington (AFP) Trump tritt Gerüchten über "Mini-Schlaganfälle" entgegen

US-Präsident Trump.
Quelle: AFP/Archiv/MANDEL NGAN (Foto: AFP/Archiv/MANDEL NGAN)US-Präsident Trump. Quelle: AFP/Archiv/MANDEL NGAN (Foto: AFP/Archiv/MANDEL NGAN)

Neue Spekulationen über Krankenhausbesuch im vergangenen November

US-Präsident Donald Trump ist Gerüchten entgegengetreten, er habe im vergangenen Jahr eine Reihe von "Mini-Schlaganfällen" erlitten. Trump bezeichnete die Gerüchte am Dienstag im Kurzbotschaftendienst Twitter als "Fake News". "Es hört nie auf. Jetzt versuchen sie zu sagen, dass euer Lieblingspräsident, ich, wegen einer Reihe von Mini-Schlaganfällen in das Walter Reed Medical Center gegangen ist." Das sei aber falsch.

Eine nicht angekündigte Untersuchung Trumps im Militärkrankenhaus Walter Reed hatte im vergangenen November für Schlagzeilen gesorgt. Das Weiße Haus wies damals Spekulationen über mögliche Gesundheitsprobleme des Präsidenten zurück. Präsidentenarzt Sean Conley bezeichnete den Krankenhausaufenthalt als "geplant" und "routinemäßig". Trump habe lediglich einen Teil seines jährlichen Gesundheitschecks absolviert.

Nun berichtete der Nachrichtensender CNN, ein Journalist der renommierten Zeitung "New York Times" schreibe in einem neuen Buch, damals sei Vizepräsident Mike Pence alarmiert worden. Er solle sich bereit halten, vorübergehend die Aufgaben des Präsidenten zu übernehmen, sollte Trump bei seinem Krankenhausbesuch einer Betäubung bedürfen. Daraus erwuchsen am Dienstag in den sozialen Netzwerken Gerüchte über angebliche Mini-Schlaganfälle.

Präsidentenarzt Conley trat am Dienstag ebenfalls den Gerüchten entgegen. Trump habe keinen Schlaganfall, keinen Mini-Schlaganfall - in der medizinischen Fachsprache eine transitorische ischämische Attacke - oder sonstigen "akuten kardiovaskulären Notfall" erlitten, betonte er. Der 74-jährige Amtsinhaber sei guter Gesundheit.

Trump nutzte die Gerüchte am Dienstag aber für eine Attacke gegen seinen demokratischen Herausforderer bei der Präsidentschaftswahl am 3. November, den Demokraten Joe Biden. "Vielleicht beziehen sie sich auf einen anderen Kandidaten einer anderen Partei", schrieb Trump auf Twitter über die Gerüchte. Der Republikaner versucht immer wieder, Zweifel an der geistigen Fitness seines drei Jahre älteren Rivalen zu wecken.


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