30.08.2020, 13:21 Uhr

Lake Charles (AFP) Mindestens 14 Tote durch Hurrikan "Laura" im Süden der USA


Hunderttausende Menschen ohne Strom - Trump besucht Louisiana und Texas

Im Süden der USA sind mindestens 14 Menschen durch den Hurrikan "Laura" ums Leben gekommen. Im Bundesstaat Louisiana starben mindestens zehn Menschen, wie Gouverneur John Bel Edwards am Freitag mitteilte. Im benachbarten Texas wurden vier Menschen getötet. US-Präsident Donald Trump besuchte beide Staaten am Samstag und lobte die örtlichen Behörden für ihren Katastropheneinsatz.

Acht der 14 Todesopfer erlagen nach Behördenangaben einer Kohlenmonoxidvergiftung, weil sie tragbare Generatoren in Innenräumen verwendeten. Vier Menschen starben durch umstürzende Bäume. Ein Mann ertrank, nachdem sein Boot im Sturm gesunken war.

Mehr als 460.000 Menschen waren in Louisiana am Freitag noch ohne Strom, wie es auf der Website Poweroutage.us hieß. Die Katastrophenschutzbehörde Fema habe bereits 2,6 Millionen Liter Trinkwasser und 1,4 Millionen Mahlzeiten verteilt, sagte Trump bei seinem Besuch in der Stadt Lake Charles in Louisiana. Er trug eine rote Schirmmütze mit der Aufschrift "USA", aber trotz der andauernden Corona-Krise in den Vereinigten Staaten keine Maske.

Bislang hätten ihn "keine Beschwerden" über das Katastrophenmanagement erreicht, sagte Trump. "Louisiana hat mit Covid viel durchgemacht. Sie haben einen großartigen Job gemacht", lobte der Präsident die Behörden.

Der Bundesstaat Texas blieb von schwersten Verwüstungen durch "Laura" verschont. Bei den Toten handelte sich um Obdachlose, die in der Stadt Port Arthur in einer Spielhalle Schutz gesucht und dort ihren Generator angeschaltet hätten, teilte der Betreiber mit.

Örtlichen Medienberichten zufolge starb am Freitagmorgen ein Mann im Osten von Texas. Es sei aber noch unklar, ob sein Tod direkt mit dem Sturm in Verbindung stehe. Dem Sender CBS zufolge kam er ums Leben, als ein Baum auf sein Wohnmobil fiel.

"Laura" war in der Nacht zum Donnerstag als Hurrikan der Stärke 4 auf der fünfstufigen Skala mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometern auf die US-Küste am Golf von Mexiko getroffen. Es war der stärkste Hurrikan in Louisiana seit mehr als 150 Jahren. Von Louisiana zog "Laura" - inzwischen zum Tropensturm herabgestuft - nach Norden in Richtung des Bundesstaates Arkansas weiter.

Zuvor war "Laura" über die Karibik hinweg gezogen. In Haiti erhöhte sich die Zahl der Todesopfer inzwischen auf 31, wie die Zivilschutzbehörde mitteilte.

Fast auf den Tag genau vor 15 Jahren, am 29. August 2005, waren beim Hurrikan "Katrina" 80 Prozent der Stadt New Orleans in Louisiana überschwemmt worden. Mehr als 1800 Menschen kamen damals ums Leben.


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