27.08.2020, 09:03 Uhr

Berlin (AFP) Barmer: Jugendliche liegen nachts häufiger wach

Mond hinter dem Berliner Fernsehturm.
Quelle: AFP/Archiv/John MACDOUGALL (Foto: AFP/Archiv/John MACDOUGALL)Mond hinter dem Berliner Fernsehturm. Quelle: AFP/Archiv/John MACDOUGALL (Foto: AFP/Archiv/John MACDOUGALL)

Mehr diagnostizierte Schlafstörungen bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Jugendliche in Deutschland schlafen schlechter. Das geht aus einer neuen Analyse hervor, die die Krankenkasse Barmer am Donnerstag in Berlin vorlegte. Im Jahr 2018 diagnostizierten Ärzte bei 25.116 jungen Leuten zwischen 15 und 19 Jahren eine Schlafstörung. Im Jahr 2005 war dies erst bei knapp 9170 Jugendlichen der Fall.

Einen deutlichen Anstieg der bestätigten Schlafstörungen gab es auch bei jungen Erwachsenen zwischen 20 und 24 Jahren. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der Diagnosen in dieser Altersgruppe von rund 17.000 auf knapp 45.600. Erst ab dem 40. Lebensjahr flacht dieser Trend demnach leicht ab.

Wie aus den Daten weiter hervorgeht, wurden bundesweit bei etwa 1,76 Millionen Menschen Schlafprobleme diagnostiziert. Dabei gibt es große regionale Unterschiede. Vor allem im Westen und Süden liegen die Menschen nachts wach. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen gab es beispielsweise knapp 430.000 Betroffene, gefolgt von Bayern mit knapp 325.000 und Baden-Württemberg mit rund 219.000 Menschen mit entsprechenden Diagnosen.

Gemessen an der Einwohnerzahl sind Schlafstörungen am häufigsten im Saarland, in Bayern und in Rheinland-Pfalz zu beobachten. In diesen drei Bundesländern waren 29,8 beziehungsweise 24,7 und 24,5 Menschen je tausend Einwohner von unruhigem oder fehlendem Schlaf betroffen. Ruhigere Nächte haben hingegen offenbar die Menschen in Sachsen-Anhalt, wo nur 14,9 von tausend Einwohner ärztlich bestätigte Schlafprobleme haben.


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