19.08.2020, 06:59 Uhr

Berlin (AFP) Berliner Staatsschutz ermittelt nach Unfällen auf A100 gegen 30-jährigen Fahrer

Blaulicht an Einsatzwagen.
Quelle: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER)Blaulicht an Einsatzwagen. Quelle: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER)

Mann drohte mit angeblicher Munitionskiste - Motiv zunächst unklar

Der Staatsschutz der Berliner Polizei ermittelt gegen einen 30-jährigen Fahrer, der am Dienstagabend auf der Autobahn 100 in der Hauptstadt mehrere Unfälle womöglich vorsätzlich verursacht und anschließend mit einer vermeintlich gefährlichen Munitionskiste gedroht haben soll. Bei den Unfällen wurden drei Menschen schwer und drei weitere leicht verletzt, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch auf Anfrage mitteilte.

Nach ersten Erkenntnissen verließ der Fahrer nach den Unfällen sein Fahrzeug und stellte die angebliche Munitionskiste auf dem Auto ab. Dabei gab er an, die Kiste sei gefährlich. Der 30-Jährige wurde von Polizisten überwältigt und festgenommen.

Ermittler durchleuchteten die Kiste und öffneten sie schließlich mit einem Wassergewehr. Dabei stellte sich heraus, dass sich in dem Behältnis Werkzeuge befanden - eine Gefahr ging von der Kiste nicht aus.

Das Motiv des Manns war zunächst unklar. Ein politischer oder religiöser Hintergrund sei nicht auszuschließen, sagte der Polizeisprecher. Womöglich liege das Motiv aber auch im "psychischen Zustand" des 30-Jährigen.


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