31.07.2020, 08:30 Uhr

Berlin (AFP) Streit um Ausschluss Sarrazins aus der SPD geht in neue Runde

Flüchtlinge auf dem Weg nach Deutschland.
Quelle: AFP/Archiv/Louisa GOULIAMAKI (Foto: AFP/Archiv/Louisa GOULIAMAKI)Flüchtlinge auf dem Weg nach Deutschland. Quelle: AFP/Archiv/Louisa GOULIAMAKI (Foto: AFP/Archiv/Louisa GOULIAMAKI)

Bundesschiedskommission hat Beratungen aufgenommem

Der Endlosstreit um den Rauswurf von Thilo Sarrazin aus der SPD ist am Freitag in eine neue Runde gegangen. Die Bundesschiedskommission nahm ihre Beratungen über den Antrag des Parteivorstands auf, den früheren Berliner Finanzsenator wegen seiner islamkritischen Äußerungen aus der Partei auszuschließen. Für den Rauswurf hatte sich im Januar bereits die Landesschiedskommission ausgesprochen, doch Sarrazin wehrte sich dagegen. Deshalb ist nun die Bundesschiedskommission am Zuge.

Die SPD versucht bereits seit über zehn Jahren, Sarrazin loszuwerden. Frühere Versuche scheiterten allerdings. Auslöser für das jetzige Ausschlussverfahren war sein 2018 veröffentlichtes Buch "Feindliche Übernahme. Wie der Islam den Fortschritt behindert und die Gesellschaft bedroht". Eine eigens eingesetzte Untersuchungskommission war seinerzeit zu dem Schluss gekommen, dass Sarrazin mit den darin vertretenen Thesen gegen die Grundsätze der Partei verstoßen habe.


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