28.07.2020, 12:07 Uhr

London (AFP) Goldpreis kratzt an der 2000-Dollar-Marke

Goldbarren .
Quelle: AFP/Archiv/JOEL SAGET (Foto: AFP/Archiv/JOEL SAGET)Goldbarren . Quelle: AFP/Archiv/JOEL SAGET (Foto: AFP/Archiv/JOEL SAGET)

Im asiatischen Handel zwischenzeitlich neues Allzeithoch - Auch Silberpreis zieht an

Der Goldpreis ist am Dienstag zwischenzeitlich auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Im asiatischen Handel kletterte der Preis auf 1981,27 Dollar (rund 1688 Euro) pro Unze - sank im Tagesverlauf aber wieder leicht und notierte mittags an der Londoner Börse bei 1930,02 Dollar. Gold gilt angesichts der durch die Corona-Pandemie ausgelösten Ungewissheiten an den Märkten als sichere Wertanlage, was den Preis nach oben treibt.

Analysten erwarten, dass noch in dieser Woche die Marke von 2000 Dollar pro Unze überschritten werden könnte. Das bisherige Allzeithoch hatte der Goldpreis erst am Montag erreicht, es lag bei 1945,72 Dollar pro Unze. Davor stand der Rekord jahrelang bei 1921,18 Dollar vom September 2011.

Seit Jahresbeginn stieg der Goldpreis um fast 30 Prozent. Anleger rund um den Globus wollen sich gegen Inflationsrisiken absichern. Durch die milliardenschweren Hilfsprogramm von Notenbanken wird massiv Liquidität in die Märkte gepumpt. Während sich gleichzeitig wegen weitreichender Produktionsausfälle das Angebot verknappt, steigt die Geldmenge - und damit wächst die Furcht vor einem Anstieg des Preisniveaus und einem Wertverfall des Geldes.

Auch der Preis für Silber ist in der Corona-Krise stark gestiegen; am Dienstag erreichte er mit über 26 Dollar pro Unze kurz ein Sieben-Jahres-Hoch. In der vergangenen Woche hatte der Preis erstmals seit fast genau vier Jahren wieder die Marke von 20 Dollar übersprungen. Noch im März lag er auf dem niedrigsten Stand seit elf Jahren. Seitdem stieg der Preis um rund 70 Prozent. Über 20 Dollar lag er zuletzt im August 2016.


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