21.07.2020, 18:31 Uhr

London (AFP) Pompeo: Weltgemeinschaft muss China gemeinsam die Stirn bieten

US-Außenminister Pompeo (links) neben Dominic Raab.
Quelle: POOL/AFP/HANNAH MCKAY (Foto: POOL/AFP/HANNAH MCKAY)US-Außenminister Pompeo (links) neben Dominic Raab. Quelle: POOL/AFP/HANNAH MCKAY (Foto: POOL/AFP/HANNAH MCKAY)

US-Außenminister warnt vor "Bedrohung" durch Peking

Im Dauerstreit mit Peking hat US-Außenminister Mike Pompeo die Weltgemeinschaft aufgerufen, gemeinsam China die Stirn zu bieten. "Wir glauben, dass die ganze Welt zusammenarbeiten muss, um sicherzustellen, dass sich alle Länder, einschließlich China, im Einklang mit der internationalen Ordnung verhalten", sagte Pompeo am Dienstag in London. Er traf sich in der britischen Hauptstadt unter anderem mit Premierminister Boris Johnson.

"Alle Nationen, die sich für Freiheit und Demokratie einsetzen", müssten sich darüber klar sein, welche "Bedrohung von der Kommunistische Partei Chinas" ausgehe, sagte Pompeo. Bei seinen Gesprächen in London sei es unter anderem um die Lage in Hongkong und die Verfolgung der Uiguren in China gegangen. Neben Johnson traf der US-Außenminister auch seinen britischen Amtskollegen Dominic Raab.

Während einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Raab betonte Pompeo, die USA hätten nichts mit dem kürzlich bekanntgegebenen Ausschluss des chinesischen Telekommunikationsriesen Huawei vom weiteren 5G-Ausbau in Großbritannien zu tun. "Diese Entscheidung wurde nicht getroffen, weil die USA gesagt haben, es sei eine gute Entscheidung, sondern weil die Führung hier in Großbritannien zu dem Schluss kam, dass es das Richtige sei, diese Entscheidung für das britische Volk zu treffen", sagte Pompeo.

Huawei ist einer der weltweit größten Telekommunikationsausrüster und führend bei der 5G-Technologie. In zahlreichen Ländern, darunter auch Deutschland, gibt es aber Sorgen, dass Huawei-Technik ein Einfallstor für chinesische Spionage oder Sabotage sein könnte.


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