16.07.2020, 09:26 Uhr

München (AFP) Siemens behält mobiles Arbeiten für Beschäftigte auch nach Corona-Krise bei

Siemens-Zentrale in München.
Quelle: dpa/AFP/Archiv/Matthias Balk (Foto: dpa/AFP/Archiv/Matthias Balk)Siemens-Zentrale in München. Quelle: dpa/AFP/Archiv/Matthias Balk (Foto: dpa/AFP/Archiv/Matthias Balk)

Konzern sieht Arbeitszeit außerhalb des Büros als "Kernelement der neuen Normalität"

Siemens-Mitarbeiter können sich auch langfristig darauf einstellen, außerhalb ihres Büros zu arbeiten. Der Konzern wolle den Beschäftigten weltweit dauerhaft "zwei bis drei Tage" mobiles Arbeiten pro Woche ermöglichen, "und zwar immer dann, wenn es sinnvoll und machbar ist", teilte Siemens am Donnerstag mit. Der Vorstand habe ein Konzept für ortsunabhängiges Arbeiten verabschiedet - mit dem Titel: "New Normal Working Model".

Der Name passt zum neuen Anspruch des in München ansässigen Industriekonzerns an seine Arbeitsstruktur: Das wegen des Coronavirus eingeführte, flexiblere Arbeiten werde ein "Kernelement der neuen Normalität" nach der Pandemie. "Die Corona-Krise und das 'Social Distancing' haben gezeigt, dass ortsunabhängiges Arbeiten viele Vorteile bietet und in weitaus größerem Rahmen möglich ist, als ursprünglich angenommen", erklärte Siemens. Weltweit hätten sich Mitarbeiter in Umfragen mehr Flexibilität und individuelle Lösungen beim Arbeitsort gewünscht.

Dem will Siemens nun nachkommen - und mit der Regelung für mobiles Arbeiten nicht nur das Homeoffice dauerhaft etablieren. "Vielmehr soll der Mitarbeiter - in Absprache mit der Führungskraft - denjenigen Arbeitsort wählen, an dem er am produktivsten ist", teilte der Konzern weiter mit. Inwieweit auch Mitarbeiter in Bereichen außerhalb der Büroarbeit, beispielsweise in der Fertigung, diese neue Freiheit nutzen können, erklärte er nicht. "Vorgaben verschiedener Job-Profile sowie individuelle Präferenzen" würden aber berücksichtigt.

"Damit verbunden ist auch ein anderer Führungsstil, der sich an Ergebnissen orientiert, nicht an der Präsenz im Büro", erklärte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Roland Busch. Mitarbeitern werde das Vertrauen entgegengebracht, ihre Arbeit selbst zu gestalten. So steige die Motivation und gleichzeitig die Leistungsfähigkeit.


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