25.06.2020, 13:30 Uhr

Genf (AFP) Spahn sagt WHO zusätzliche Millionen-Unterstützung zu

Jens Spahn in Genf.
Quelle: AFP/Fabrice COFFRINI (Foto: AFP/Fabrice COFFRINI)Jens Spahn in Genf. Quelle: AFP/Fabrice COFFRINI (Foto: AFP/Fabrice COFFRINI)

Deutschland stockt Unterstützung auf 500 Millionen auf

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weitere Finanzhilfen in Millionenhöhe zur Eindämmung der Corona-Pandemie zugesagt. Insgesamt werde die deutsche Unterstützung für die Organisation auf 500 Millionen Euro erhöht, sagte Spahn bei einem gemeinsamen Pressestatement mit seinem französischen Amtskollegen Olivier Verán und WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstag in Genf. Dies sei der höchste Jahresbetrag, den Deutschland je an die WHO gezahlt habe.

Zusätzliche 41 Millionen Euro will die Bundesregierung laut Spahn für das bis 2023 laufende WHO-Mandat bereitstellen. Weitere 25 Millionen Euro sollen in die Implementierung des sogenannten Strategic Preparedness Response Plans (SPRP) fließen, mit dem die WHO Länder weltweit im Kampf gegen die Corona-Pandemie unterstützen will. Spahn kündigte darüber hinaus zusätzliche 200 Millionen Euro für den SPRP an, um die Lücke zu schließen, die durch die unzureichende Unterstützung anderer Staaten entstanden sei.

Die Bundesregierung plane zudem, Masken und medizinisches Gerät im Wert von mehreren hundert Millionen Euro für bedürftige Länder bereitzustellen, sagte Spahn. Bereits bei der internationalen Geberkonferenz für einen Impfstoff im Mai hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel 110 Millionen Euro von deutscher Seite zur Bekämpfung des Coronavirus angekündigt.

Die Unterstützung müsse noch vom Bundestag genehmigt werden, sagte Spahn. Er sei jedoch zuversichtlich, dass die Abgeordneten die Hilfen Anfang Juli freigeben würden.

Die Corona-Pandemie habe vor Augen geführt, dass die Welt eine starke, effiziente und rechenschaftspflichtige WHO dringend brauche, sagte Spahn. Die WHO müsse in der Lage sein, Reaktionen auf globale Gesundheitskrisen zu koordinieren und zu leiten. Zugleich mahnte der Gesundheitsminister Reformen bei der WHO an.


0 Kommentare