11.06.2020, 08:58 Uhr

Stuttgart (AFP) Corona-Krise schrumpft Gewinne der größten Autobauer um mehr als 50 Prozent

Autos in Hamm.
Quelle: AFP/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Ina FASSBENDER)Autos in Hamm. Quelle: AFP/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Ina FASSBENDER)

Gesamtgewinn mit 7,5 Milliarden Euro auf niedrigstem Stand seit 2009

Geschlossene Autohäuser, stillgelegte Fabriken und Zurückhaltung der Verbraucher in der Corona-Krise haben die Gewinne der internationalen Auto-Großkonzernen im ersten Quartal massiv schrumpfen lassen. Der Gesamtgewinn der 17 größten Autokonzerne ging um 58 Prozent auf 7,5 Milliarden Euro zurück, wie die Beratungsgesellschaft EY am Donnerstag auf Grundlage einer Analyse der Finanzkennzahlen der Unternehmen mitteilte. Dies sei der niedrigste Stand seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2009.

Der Umsatz ging demnach um neun Prozent zurück, die Zahl der verkauften Neuwagen sank sogar um 21 Prozent. Allerdings können die Autobauer bei der Bewältigung der Krise auf ein großes Finanzpolster zurückgreifen. Zum Ende des ersten Quartals verfügten die größten Autokonzerne der Welt laut EY über liquide Mittel in Höhe von 207 Milliarden Euro - 13 Prozent mehr als drei Monate zuvor. Die höchste Liquidität wies demnach Toyota mit knapp 35 Milliarden Euro aus, gefolgt von Volkswagen mit knapp 28,5 Milliarden Euro und General Motors mit 24,4 Milliarden Euro.

Die derzeitige Krise verstärkt der Beratungsgesellschaft zufolge einen Abwärtstrend, der sich schon länger abzeichnete: Bereits im vergangenen Jahr waren demnach die Gewinne der Autokonzerne deutlich zurückgegangen - insgesamt um 13 Prozent. Die Profitabilität sei auf den niedrigsten Stand seit 2009 gesunken.

Der profitabelste Autokonzern der Welt kam demnach mit BMW aus Deutschland. Die Marge des bayerischen Autobauers lag bei 5,9 Prozent, gefolgt von den japanischen Herstellern Toyota und Suzuki mit Margen von 5,4 beziehungsweise 5,2 Prozent. Vier Unternehmen schafften demnach ein Gewinnwachstum: Tesla, BMW, Hyundai und General Motors.


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