30.05.2020, 02:02 Uhr

Washington (AFP) Proteste in mehreren US-Städten nach Tod von Schwarzem bei Polizeieinsatz


Hunderte demonstrieren vor dem Weißen Haus

Nach dem Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz haben in den USA tausende Menschen gegen Rassismus demonstriert. Protestmärsche gab es am Freitag (Ortszeit) unter anderem in New York, Los Angeles, Houston und Las Vegas. In Washington demonstrierten hunderte Menschen vor dem Weißen Haus und marschierten anschließend zum Kapitol.

Die Demonstranten hielten Plakate mit Aufschriften wie "Hört auf uns zu töten" oder "ich kann nicht atmen" und forderten Gerechtigkeit für Floyd. Dieser war am Montag bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis gestorben, nachdem ein weißer Polizist ihm minutenlang sein Knie in den Nacken gedrückt hatte. Ein Video des Vorfalls löste US-weit Entsetzen aus.

Der Polizist wurde am Freitag festgenommen und des Totschlags beschuldigt. Gegen drei weitere inzwischen entlassene Beamten wird ermittelt.

Nach tagelangen schweren Ausschreitungen bei Protesten erließ Minneapolis Bürgermeister Jacob Frey am Freitag eine nächtliche Ausgangssperre. Dennoch gingen am Abend erneut Demonstranten auf die Straße.


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