25.05.2020, 08:28 Uhr

Leipzig (AFP) Auch Sachsen denkt über Strategiewechsel bei Corona-Beschränkungen nach

Selbstgenähte Masken.
Quelle: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER)Selbstgenähte Masken. Quelle: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER)

Sozialministerin Köpping strebt generelle Freigabe mit Ausnahmen an

Nach Thüringen strebt auch Sachsen einen Strategiewechsel bei den Corona-Beschränkungen an. Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) kündigte in der "Leipziger Volkszeitung" vom Montag einen Wegfall der generellen Beschränkungen an. Mit der nächsten Corona-Verordnung solle es ab 6. Juni einen "Paradigmenwechsel" geben. Dann solle "nur noch das wenige an Ausnahmen benannt werden, was noch nicht möglich sein wird", sagte Köpping.

Als Grundvoraussetzung nannte sie zugleich weiterhin niedrige Infektionszahlen im Freistaat. Zudem hänge viel davon ab, dass die Menschen sich verantwortungsvoll verhielten und sich an das Abstandsgebot und die Maskenpflicht hielten. "Man sieht bei den Infektionen in Gaststätten, Schulen, Kitas oder Gottesdiensten, wie schnell es zum Ausbruch kommen kann", sagte Köpping.

Bei der Mundschutzpflicht plädierte die Ministerin für ein abgestimmtes Vorgehen der Länder. "Ob und wann die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung und zum Abstand halten aufgehoben wird, sollte bundesweit gemeinsam entschieden werden", betonte die SPD-Politikerin.

Für Debatten hatte am Wochenende die Ankündigung von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) gesorgt, die strengen Corona-Maßnahmen bald beenden zu wollen. Damit stieß der Linkspolitiker allerdings auch bei seinen Koalitionspartnern von Grünen und SPD auf Widerstand. Skepsis gibt es auch in anderen Bundesländern.


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