30.04.2020, 23:43 Uhr

Berlin (AFP) Gewerkschaften und Elternvertreter: Schulen warten weiter auf Konzept für Öffnung

Schule in Nordrhein-Westfalen.
Quelle: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER)Schule in Nordrhein-Westfalen. Quelle: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/Ina FASSBENDER)

Kritik an Verschiebung der Beratungen über KMK-Konzept auf Mittwoch

Mit Enttäuschung haben Gewerkschaften und Elternvertreter auf die Ergebnisse der Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie reagiert. Obwohl die Kultusministerkonferenz (KMK) ihre Hausaufgaben gemacht und ein Konzept zur schrittweisen Öffnung der Schulen vorgelegt habe, sei die Beratung dieses Konzeptes auf den 6. Mai vertagt worden, kritisierten die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Verband Bildung und Erziehung (VBE) sowie der Bundeselternrat am Donnerstagabend.

Erst am kommenden Mittwoch solle das - bisher nicht veröffentlichte - Konzept zusammen mit einem konkreten Zeitplan besprochen werden, trotzdem sollten die Schulen aber wie geplant schon am Montag für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen und - mit Ausnahme von Hessen - für die letzte Klasse der Grundschule öffnen. Dafür brauche es Sicherheit, insbesondere bei den Hygienestandards und für den Infektionsschutz.

"Das hat ihnen die Politik mit der Verschiebung der Beschlussfassung über das KMK-Konzept verweigert", warfen die beiden Gewerkschaften und der Bundeselternrat der Bundesregierung und den Ministerpräsidenten der Länder vor. Nun lege weiter jedes Land für sich fest, wie vorzugehen sei.

"Aus der Ankündigung eines orchestrierten Vorgehens ist ein Improvisationstheater geworden", erklärten GEW-Vorsitzende Marlis Tepe, der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann und der Vorsitzende des Bundeselternrats, Stephan Wassmuth, in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Länderchefs hatten sich am Donnerstag darauf verständigt, dass Spielplätze geöffnet werden sollen, Gottesdienste wieder stattfinden und auch Museen und andere kulturelle Einrichtungen schrittweise wieder öffnen können. Die geltende Kontaktsperre und andere Einschränkungen bleiben dagegen mindestens bis zum 10. Mai weiter bestehen. Eine bundesweit gemeinsame Öffnungsstrategie für Schulen, Kitas und Sporteinrichtungen soll am kommenden Mittwoch besprochen werden.


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