27.04.2020, 15:26 Uhr

New York (AFP) Umfrage: Fast jeder zweite New Yorker kennt persönlich einen Coronavirus-Toten

Times Square in New York.
Quelle: Agence France-Presse/AFP/Kena Betancur (Foto: Agence France-Presse/AFP/Kena Betancur)Times Square in New York. Quelle: Agence France-Presse/AFP/Kena Betancur (Foto: Agence France-Presse/AFP/Kena Betancur)

Breiter Zuspruch für Verlängerung von Ausgangsbeschränkungen in US-Großstadt

Fast jeder zweite New Yorker kennt einer Umfragen zufolge einen Menschen, der an einer Coronavirus-Infektion starb. In einer am Montag veröffentlichten Erhebung des Siena College Research Institute gaben 46 Prozent der Befragten an, persönlich ein Todesopfer zu kennen. 60 Prozent der Befragten kennen demnach jemanden, bei dem ein Corona-Test positiv ausfiel.

Die Millionenstadt an der US-Ostküste ist das Epizentrum der Pandemie in den USA. In New York City wurden bislang mehr als 17.000 Todesfälle bestätigt - das ist rund jeder dritte Tote in den USA.

Im gesamten Bundesstaat New York hat Gouverneur Andrew Cuomo strikte Ausgangsbeschränkungen verhängt und diese bis mindestens Mitte Mai verlängert. Laut der Umfrage des Siena College Research Institute stößt dies in der Bevölkerung auf breiten Rückhalt: 87 Prozent der Befragten unterstützen die Verlängerung - trotz der schweren wirtschaftlichen Auswirkungen.

In den USA wird, wie auch in Deutschland und anderen Ländern, über eine langsame Rückkehr zum Alltag diskutiert. US-Präsident Donald Trump drängt im Wahljahr 2020 auf eine rasche Lockerung der Corona-Beschränkungen.

Während einige wenige Bundesstaaten nie einen Lockdown verhängten, werden die Maßnahmen in anderen Regionen langsam gelockert. So durften am Montag im Südstaat Georgia Restaurants wieder öffnen. Bereits am vergangenen Freitag hatten in Georgia unter anderem Friseure und Fitnessstudios wieder öffnen dürfen. Dies stieß selbst bei Präsident Trump auf Kritik.

Experten fürchten einen neuen Anstieg der Infektionszahlen, wenn die Ausgangsbeschränkungen zu rasch aufgehoben werden. In den USA sind bereits rund 55.000 Menschen an den Folgen von Covid-19 gestorben. Die Zahl der bestätigten Infektionen näherte sich am Montag der Marke von einer Million - die mit Abstand höchste Zahl weltweit.


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