23.04.2020, 07:47 Uhr

München (AFP) Paul-Ehrlich-Institut rechnet weiter frühestens in kommendem Jahr mit Corona-Impfstoff

Laborarbeiten.
Quelle: AFP/Archiv/ANDREW CABALLERO-REYNOLDS (Foto: AFP/Archiv/ANDREW CABALLERO-REYNOLDS)Laborarbeiten. Quelle: AFP/Archiv/ANDREW CABALLERO-REYNOLDS (Foto: AFP/Archiv/ANDREW CABALLERO-REYNOLDS)

Behördenpräsident: Wirksamkeit und Verträglichkeit haben Priorität

Nach der ersten Zulassung eines klinischen Tests mit einem möglichen Covid-19-Impfstoff in Deutschland rechnet der Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts, Klaus Cichutek, weiterhin nicht vor dem kommenden Jahr mit einem Impfstoff. "Wichtig für uns ist, der Impfstoff muss wirksam und verträglich sein - das ist das oberste Ziel", bekräftigte Cichutek am Donnerstag im Bayerischen Rundfunk.

Es sei davon auszugehen, "dass wir zu dieser ersten klinischen Prüfung innerhalb von drei Monaten erste Ergebnisse bekommen". Dann werde darüber entschieden, "wie gut die Datenbasis ist, um an eine Zulassung zu denken oder nicht", sagte Cichutek. Das bundeseigene Paul-Ehrlich-Institut hatte dem Biotechnologieunternehmen BioNTech aus Mainz grünes Licht gegeben, um Impfstoffkandidaten gegen die durch das neuartige Coronavirus ausgelöste Lungenkrankheit Covid-19 an rund 200 Teilnehmern zu testen.

Bei dieser Prüfung werden erste Daten darüber gesammelt, ob diese verträglich sind und die erhoffte Immunantwort auslösen. Sollten die ersten Beobachtungen aus diesen Tests positiv ausfallen, könnten womöglich noch in diesem Jahr größere klinische Prüfungen mit tausenden oder zehntausenden Teilnehmern starten.


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