22.04.2020, 13:15 Uhr

Washington (AFP) Trump droht dem Iran mit Zerstörung von Patrouillenbooten

Bild der US-Marine von Vorfall in Persischem Golf.
Quelle: Navy Office of Information/AFP/Archiv/Handout (Foto: Navy Office of Information/AFP/Archiv/Handout)Bild der US-Marine von Vorfall in Persischem Golf. Quelle: Navy Office of Information/AFP/Archiv/Handout (Foto: Navy Office of Information/AFP/Archiv/Handout)

Eine Woche nach Vorfall in Persischem Golf

US-Präsident Donald Trump hat eine Zerstörung iranischer Patrouillenboote angedroht, sollten diese sich US-Kriegsschiffen gefährlich nähern. "Ich habe die US-Marine angewiesen, jedes iranische Kanonenboot abzuschießen und zu zerstören, das unsere Schiffe auf offenem Meer schikaniert", schrieb Trump am Mittwoch im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Vergangene Woche hatten nach US-Angaben elf Schnellboote der iranischen Revolutionsgarden in internationalen Gewässern im Persischen Golf Schiffe von US-Marine und US-Küstenwache provoziert. Demnach kamen die Patrouillenboote den US-Schiffen immer wieder mit großer Geschwindigkeit sehr nahe. Warnungen der US-Marine hätten die Iraner rund eine Stunde lang ignoriert, bevor sie abgedreht seien. Das US-Verteidigungsministerium warf dem Iran "gefährliche und provokative" Handlungen vor.

Die Revolutionsgarden gaben später der US-Marine die Schuld: Deren Schiffe hätten mit "unprofessionellem und provokativen Verhalten" iranische Manöver gestört, berichteten iranische Medien.

Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sind seit Monaten besonders angespannt. Der Konflikt zwischen den Erzfeinden hatte sich im Januar nach der gezielten Tötung des iranischen Generals Kassem Soleimani durch einen US-Drohnenangriff nahe der irakischen Hauptstadt Bagdad dramatisch verschärft. Washington begründete den tödlichen Angriff damit, dass Soleimani Anschläge auf US-Einrichtungen geplant habe.

In den vergangenen Monaten sind immer wieder Raketen auf auch von US-Truppen genutzte Militärstützpunkte im Irak abgefeuert worden. Washington macht dafür mit Teheran verbündete Milizen verantwortlich.


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