22.04.2020, 10:32 Uhr

Paris (AFP) Schon mindestens 110.000 Corona-Tote in Europa

Särge im spanischen Burgos.
Quelle: AFP/CESAR MANSO (Foto: AFP/CESAR MANSO)Särge im spanischen Burgos. Quelle: AFP/CESAR MANSO (Foto: AFP/CESAR MANSO)

Spanien meldet 435 Todesopfer binnen 24 Stunden

Durch die Corona-Pandemie sind in Europa mittlerweile bereits mindestens 110.000 Menschen ums Leben gekommen. Auf dem Kontinent starben 110.192 der 1.246.840 Menschen, bei denen eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus registriert wurde, wie am Mittwoch Berechnungen der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben ergaben. Damit ist Europa der am schwersten betroffene Kontinent. Weltweit wurden bislang 177.368 Corona-Tote gemeldet.

Die USA verzeichnen mit mehr als 45.000 die meisten Corona-Toten weltweit. Es folgen die europäischen Länder Italien mit 24.648 Corona-Toten und Spanien mit 21.717 Todesfällen. In Frankreich wurden bislang 20.796 Corona-Tote registriert und in Großbritannien 17.337 Todesfälle allein in Krankenhäusern. In Deutschland ist die Opferzahl deutlich geringer: Laut Robert-Koch-Institut starben hierzulande 4879 Infizierte, laut Johns-Hopkins-Universität 5086.

Das spanische Gesundheitsministerium vermeldete nach dem Vier-Wochen-Tief am Montag einen erneuten Anstieg der täglichen Corona-Toten. In den vergangenen 24 Stunden starben 435 Infizierte, wie es am Mittwoch in Madrid hieß. Am Dienstag waren 430 Todesopfer registriert worden, am Montag war mit 399 Todesfällen der niedrigste Stand seit vier Wochen erreicht worden. Zum Höhepunkt der Corona-Krise in Spanien hatte es am 2. April 950 Corona-Tote binnen 24 Stunden gegeben.

In Spanien gelten wegen der Pandemie seit dem 14. März strikte Ausgangsbeschränkungen, es wird mit ihrer Verlängerung mindestens bis zum 9. Mai gerechnet. Allerdings ist die Regierung mittlerweile zu leichten Lockerungen bereit. So wurde am Dienstag beschlossen, es Kindern unter 14 Jahren ab kommendem Montag zu gestatten, ihre Eltern bei Besorgungen zu begleiten. Nach einem Sturm der Entrüstung billigte die Regierung auch kurze Spaziergänge ohne Besorgungen zu.


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