17.04.2020, 09:20 Uhr

Berlin (AFP) Blaumeisen durch bisher unbekannte Krankheit im Bestand bedroht

Blaumeise in einem Strauch.
Quelle: AFP/Archiv/Christof STACHE (Foto: AFP/Archiv/Christof STACHE)Blaumeise in einem Strauch. Quelle: AFP/Archiv/Christof STACHE (Foto: AFP/Archiv/Christof STACHE)

Naturschützer beklagen rund 20.000 erkrankte oder tote Vögel über Ostern

Blaumeisen sind in Teilen Deutschlands durch eine bisher unbekannte Krankheit bedroht. Über das Osterwochenende seien etwa 20.000 der Vögel daran erkrankt oder gestorben, teilte der Naturschutzbund (Nabu) am Freitag mit. Die Umweltschützer riefen zu einer deutschlandweiten Vogelzählung vom 8. bis zum 10. Mai auf. Diese soll Auskunft darüber geben, ob sich die Krankheit in den Bestandstrends in den besonders betroffenen Gebieten widerspiegelt.

Durch die Ausgangsbeschränkungen in den vergangenen Wochen hätten viele Menschen den Wert der Natur vor ihrer Haustür neu schätzen gelernt. Gartenvögel wie Blaumeisen hätten in diesem Frühling mehr Aufmerksamkeit erhalten als in den vergangenen Jahren. "Wir hoffen, dass sich dies in einer besonders regen Beteiligung an der Vogelzählung niederschlägt", erklärte Lars Lachmann vom Nabu.

Im vergangenen Jahr hatten nach Angaben der Naturschützer 76.000 Menschen bei der sogenannten "Stunde der Gartenvögel" mitgemacht. Sie meldeten Zahlen aus fast 52.000 Gärten. Teilnehmer sollen ihren Garten dabei von einem ruhigen Platz oder einem Fenster aus beobachten und die höchste Zahl der Vögel jeder Art notieren, die sie in einer Stunde gleichzeitig sehen. Hinweise zu häufigen Gartenvogelarten und weitere Informationen stellt der Nabu unter anderem im Internet zur Verfügung.


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