13.04.2020, 14:26 Uhr

New York (AFP) Trump erwartet noch deutlich größere Drosselung der Erdölförderung

US-Präsident Trump.
Quelle: AFP/JIM WATSON (Foto: AFP/JIM WATSON)US-Präsident Trump. Quelle: AFP/JIM WATSON (Foto: AFP/JIM WATSON)

US-Präsident spricht von Senkung um 20 Millionen Barrel pro Tag

Die wichtigsten Ölförderländer könnten nach Angaben von US-Präsident Donald Trump ihre Produktion noch viel mehr drosseln als bereits beschlossen. Die Mitglieder des erweiterten Kreises der Förderländer (Opec+) würden eine Senkung der Fördermenge um 20 Millionen Barrel pro Tag erwägen, nicht nur um zehn Millionen Barrel, schrieb Trump am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Er betonte, er sei schließlich "gelinde gesagt" in die Verhandlungen "involviert" gewesen.

Sollte etwas in dieser Größenordnung geschehen, und sollte die Welt nach der "Covid-19-Katastrophe" zur Normalität zurückkehren, könnte die Energie-Industrie "viel schneller" wieder stark werden als derzeit erwartet, schrieb Trump weiter. Unklar war zunächst, ob es bei den Förderländern tatsächlich so weit gehende Erwägungen zur Drosselung der Erdölproduktion gibt - oder ob Trump die Staaten unter Druck setzen will.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) hatte am Sonntag mitgeteilte, zur Stabilisierung des in den vergangenen Wochen dramatisch abgestürzten Ölpreises sollen im Mai und Juni fast zehn Millionen Barrel Öl weniger täglich produziert werden. Die 23 Mitglieder des erweiterten Kreises der Förderländer (Opec+) wollen demnach zwischen dem 1. Mai und 30. Juni die Produktion um die gigantische Menge von 9,7 Millionen Barrel Öl pro Tag reduzieren. Ein Barrel entspricht 159 Litern.

Opec-Generalsekretär Mohammed Barkindo nannte die Einigung "historisch". Dadurch werde die Produktion von der Organisation und ihren Partnern so deutlich im Volumen und über eine so lange Zeitstrecke zurückgefahren wie noch nie zuvor.

In den vergangenen Wochen war der Ölpreis zeitweise auf den tiefsten Stand seit 18 Jahren gefallen. Gründe waren die weltweit geringe Nachfrage nach dem Rohstoff wegen der Coronavirus-Pandemie sowie ein Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien.


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