31.03.2020, 10:44 Uhr

Jülich (AFP) Forschungszentrum Jülich beteiligt sich an Supercomputernetzwerk in Corona-Krise

Teil eines Hochleistungsrechners.
Quelle: AFP/Archiv/STEPHANE DE SAKUTIN (Foto: AFP/Archiv/STEPHANE DE SAKUTIN)Teil eines Hochleistungsrechners. Quelle: AFP/Archiv/STEPHANE DE SAKUTIN (Foto: AFP/Archiv/STEPHANE DE SAKUTIN)

Auch Hasso-Plattner-Institut stellt Rechenleistung in Dienst der Wissenschaft

Das Forschungszentrum Jülich beteiligt sich an einer globalen Initiative des kanadischen Quantencomputerherstellers D-Wave Systems, die Forschern im Kampf gegen die Corona-Pandemie gemeinsam mit seinen Kunden mehr Rechenleistung zur Verfügung stellen will. Das System von D-Wave werde in die eigene modulare Supercomputerumgebung integriert, wie das nordrhein-westfälische Institut am Dienstag mitteilte. Damit könnten die Potenziale von künstlicher Intelligenz zur Lösung komplexer Probleme besser genutzt werden.

Im Rahmen der weltweiten Initiative sollen Anwender ab Dienstag über eine Cloud des Herstellers freien Zugang zu Quantencomputern sowie weiteren digitalen Supercomputern von Partnern und Kunden erhalten. Diese könnten unter anderem bei der Analyse von neuen medizinischen Diagnosemethoden, zur Erstellung epidemiologischer Infektionsmodelle oder zur Lieferkettenoptimierung genutzt werden.

Ingenieurteams der beteiligten Partner sollen Anwender bei der Umsetzung unterstützen. Insgesamt erstreckt sich die Cloud über 35 Länder in Europa, Nordamerika und Asien. Nach den Angaben aus Jülich bringen sich auch die Quantencomputerexperten der Münchner Ludwigs-Maximilians-Universität und des Autobauers Volkswagen ein.

Auch das Forschungszentrum des deutschen Hasso-Plattner-Instituts (HPI) stellt im Kampf gegen das Corona seine Hochleistungsserver für die Wissenschaft zur Verfügung. Deren extrem leistungsfähigen Rechenkerne würden Forschern der US-Universität Stanford dabei helfen, das Verhalten von Proteinen des Virus zu simulieren und so bei der Entwicklung von Medikamenten zu helfen, teilte das HPI am Dienstag mit. Stanford kombiniert dafür weltweit Rechenkapazitäten.


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