28.03.2020, 17:44 Uhr

Kabul (AFP) Taliban lehnen Verhandlungsteam der afghanischen Regierung ab

Rückschlag für innerafghanische Gespräche.
Quelle: AFP/NOORULLAH SHIRZADA (Foto: AFP/NOORULLAH SHIRZADA)Rückschlag für innerafghanische Gespräche. Quelle: AFP/NOORULLAH SHIRZADA (Foto: AFP/NOORULLAH SHIRZADA)

Erneuter Rückschlag auf dem Weg zu Friedensgesprächen

Weiterer Rückschlag auf dem Weg zu innerafghanischen Friedensgesprächen: Die radikalislamischen Taliban haben das Verhandlungsteam der afghanischen Regierung abgelehnt. Die Regierung habe kein "integratives" Team aufgestellt, teilten die Taliban am Samstag mit. Sie seien nur zu Gesprächen mit einem Verhandlungsteam bereit, "das unseren Vereinbarungen entspricht und sich nach den festgelegten Grundsätzen zusammensetzt".

Um einen "echten und dauerhaften Frieden" zu erreichen, müssten alle an den innerafghanischen Gesprächen Beteiligten mit dem Team einverstanden sein. Die Mehrheit habe die Regierungsvertreter jedoch abgelehnt, erklärten die Taliban ohne anzugeben, um wen es sich dabei handelte.

Die USA hatten Ende Februar in Doha ein Abkommen mit den Taliban unterzeichnet, das den Weg für einen dauerhaften Frieden in Afghanistan ebnen soll. Darin erklärten sich die Taliban zu Friedensverhandlungen mit der afghanischen Regierung in Kabul bereit. Zudem soll die Gruppe Garantien geben, dass sie das Terrornetzwerk Al-Kaida und die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekämpfen. Im Gegenzug wollen die USA binnen 14 Monaten all ihre Truppen und die ihrer Verbündeten abziehen.


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