27.03.2020, 10:16 Uhr

Mainz (AFP) Neun von zehn Bürger loben Krisenmanagement der Bundesregierung

Kabinettssitzung im Kanzleramt.
Quelle: POOL/AFP/Archiv/FABRIZIO BENSCH (Foto: POOL/AFP/Archiv/FABRIZIO BENSCH)Kabinettssitzung im Kanzleramt. Quelle: POOL/AFP/Archiv/FABRIZIO BENSCH (Foto: POOL/AFP/Archiv/FABRIZIO BENSCH)

"Politbarometer": Große Mehrheit wünscht sich mehr Kompetenzen für den Bund

Die große Mehrheit der Bürger ist einer Umfrage zufolge mit dem aktuellen Krisenmanagement der Bundesregierung zufrieden. 89 Prozent der Befragten sagten im ZDF-"Politbarometer", die Regierung mache in der Corona-Krise gute Arbeit, wie der Sender am Freitag mitteilte. Lediglich acht Prozent bewerteten die Arbeit als schlecht.

Auch für die konkreten Maßnahmen, die zur Bekämpfung des Coronavirus beschlossen wurden, gibt es breite Zustimmung. 75 Prozent der Befragten im "Politbarometer" bezeichneten sie als richtig. 20 Prozent meinten, die Maßnahmen müssten härter ausfallen. Lediglich vier Prozent äußerten die Auffassung, das Vorgehen sei übertrieben. Die seit dieser Woche geltenden verschärften Ausgangsbeschränkungen finden sogar 95 Prozent angemessen.

Auf die Frage, was von den Maßnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu halten sei, gaben 74 Prozent der Umfrageteilnehmer an, diese seien gerade richtig. 18 Prozent meinten, die Bundesregierung tue hier zu wenig, und zwei Prozent sagten, es sei zu viel.

Grundsätzlich sollte für die Bewältigung von Krisen wie der aktuellen vor allem der Bund zuständig sein, finden viele Bürger. Knapp drei Viertel (73 Prozent) sprachen sich in der Umfrage dafür aus. 23 Prozent waren der Ansicht, die Kompetenzen sollten weiterhin vor allem bei den Bundesländern liegen.

Ihre eigene Gesundheit sehen 52 Prozent der Befragten durch das Coronavirus bedroht. 48 Prozent empfinden die aktuelle Lage insgesamt als stark belastend, 52 Prozent hingegen nicht.

Für das "Politbarometer" hatte die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF von Montag bis Donnerstag 1473 Wahlberechtigte telefonisch befragt. Der Fehlerbereich wurde mit plus/minus zwei bis drei Prozentpunkten angegeben.


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