26.03.2020, 00:29 Uhr

Berlin (AFP) Verbände warnen vor Versorgungsengpässen bei manchen Obst- und Gemüsesorten

Spargelanbau in Beelitz.
Quelle: AFP/Archiv/Tobias SCHWARZ (Foto: AFP/Archiv/Tobias SCHWARZ)Spargelanbau in Beelitz. Quelle: AFP/Archiv/Tobias SCHWARZ (Foto: AFP/Archiv/Tobias SCHWARZ)

Einreiseverbot für Erntehelfer wegen Corona-Krise verhängt

Der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Deutsche Bauernverband (DBV) warnen vor Auswirkungen auf die Versorgung mit manchen Nahrungsmitteln wegen des Einreiseverbots für Erntehelfer. Das wegen des Coronavirus verhängte Einreiseverbot sei "für die Aufrechterhaltung der Lebensmittellieferkette eine sehr große Herausforderung", sagte ein HDE-Sprecher den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstagsausgaben).

Zwar habe die Gesundheit oberste Priorität, doch müssten Lösungen dafür gefunden werden, wie die Ernten zahlreicher Produkte eingebracht werden könnten, forderte der HDE-Sprecher. DBV-Präsident Joachim Rukwied sagte den Funke-Zeitungen, generell sei die Versorgung mit Grundnahrungsmitteln nicht gefährdet. Bei einzelnen Obst- und Gemüsesorten könne es abhängig von der Dauer des Einreisestopps aber durchaus zu Versorgungslücken kommen.

Die Einreisebeschränkungen für Saisonarbeiter waren von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) angeordnet worden und traten am Mittwoch in Kraft. Sie gelten für Einreisen aus Drittstaaten außerhalb der EU, für Großbritannien sowie für EU-Staaten, die nicht alle Schengen-Regeln voll anwenden - unter anderem Bulgarien und Rumänien - und für Staaten, zu denen Binnengrenzkontrollen vorübergehend wiedereingeführt wurden.


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