24.03.2020, 08:18 Uhr

Berlin (AFP) Giffey rechnet mit Zunahme häuslicher Gewalt infolge von Ausgangsbeschränkungen

Ministerin Giffey.
Quelle: POOL/AFP/Archiv/FABRIZIO BENSCH (Foto: POOL/AFP/Archiv/FABRIZIO BENSCH)Ministerin Giffey. Quelle: POOL/AFP/Archiv/FABRIZIO BENSCH (Foto: POOL/AFP/Archiv/FABRIZIO BENSCH)

Ministerin warnt vor "erhöhtem Konfliktpotenzial"

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich besorgt über zunehmende häusliche Gewalt infolge der Corona-Ausgangsbeschränkungen gezeigt. Die Gefahr sei, dass es ein "erhöhtes Konfliktpotenzial gibt und dass es auch zu stärkerer häuslicher Auseinandersetzung kommt, auch zu stärkerer häuslicher Gewalt", sagte Giffey am Dienstag den Sendern RTL und nt-v. "Das ist auch das, womit wir rechnen. Umso wichtiger ist es, dass jetzt auch die Schutzeinrichtungen weiter aufrecht erhalten werden."

Viele Familien seien derzeit in einer "schwierigen Situation", sagte Giffey. Sie verwies darauf, dass Familien viel zuhause seien und die Kinder nicht in Kita und Schule gehen könnten.

Die Ministerin wies hierbei auf das Hilfetelefon gegen Gewalt an Frauen hin; es ist erreichbar unter der Telefonnummer 08000-116016. Der vom Familienministerium unterstützte 24-Stunden-Dienst, der auch Beratung und Hilfe vor Ort vermittelt, solle auch unter den derzeit schwierigen Bedingungen aufrecht erhalten werden, sagte Giffey. Dazu sei ihr Ministerium im Gespräch mit den Bundesländern, "wie diese Strukturen aufrecht erhalten und ausgebaut werden können, wo immer es geht".


0 Kommentare