23.03.2020, 21:15 Uhr

London (AFP) Britische Regierung verhängt wegen Corona-Krise dreiwöchige Ausgangssperre

Premierminister Boris Johnson.
Quelle: POOL/AFP/Ian Vogler (Foto: POOL/AFP/Ian Vogler)Premierminister Boris Johnson. Quelle: POOL/AFP/Ian Vogler (Foto: POOL/AFP/Ian Vogler)

Versammlungen von mehr als zwei Menschen verboten

Angesichts der sich verschärfenden Corona-Krise verhängt Großbritannien für einen Mindestzeitraum von drei Wochen eine Ausgangssperre. Die Maßnahme gelte ab Montagabend, erklärte Premierminister Boris Johnson. Demnach dürfen Menschen nur noch zum Einkaufen, zum Arbeiten und zur ärztlichen Behandlung außer Haus gehen, sagte Johnson in einer Rede an die Nation. Erlaubt seien auch sportliche Aktivitäten im Freien.

Versammlungen von mehr als zwei Menschen werden demnach verboten. Außerdem werden alle nicht unbedingt notwendigen Geschäfte geschlossen. Wegen des neuartigen Coronavirus gelten weltweit mittlerweile für mehr als eine Milliarde Menschen Ausgangssperren oder Ausgangsbeschränkungen.

In Großbritannien sind bereits mehr als 300 Menschen an dem Virus gestorben. Insgesamt wurden im Vereinigten Königreich knapp 6000 Menschen positiv auf den Erreger Sars-Cov-2 getestet.

Johnsons Regierung war wegen ihres lange Zeit zögerlichen Umgangs mit der Corona-Krise heftig kritisiert worden. Erst deutlich nach den meisten EU-Ländern hatte sie dazu aufgerufen, auf nicht notwendige Reisen und soziale Kontakte zu verzichten. Erst seit diesem Montag sind die Schulen geschlossen. Alle Restaurants, Cafés, Bars, Clubs, Theater und Freizeiteinrichtungen sind seit Freitagabend nicht mehr geöffnet.


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