18.03.2020, 14:04 Uhr

Washington (AFP) Sanders prüft nach erneuter Vorwahlschlappe weiteres Vorgehen

US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders.
Quelle: AFP/Archiv/Mandel NGAN (Foto: AFP/Archiv/Mandel NGAN)US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders. Quelle: AFP/Archiv/Mandel NGAN (Foto: AFP/Archiv/Mandel NGAN)

Linksgerichteter US-Senator hat kaum noch Chancen auf Präsidentschaftskandidatur

Nach seiner erneuten Vorwahlschlappe prüft der linksgerichtete US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders, ob er im Rennen bleibt oder aussteigt. "Senator Sanders wird Gespräche mit seinen Unterstützern führen, um seine Kampagne zu beurteilen", erklärte sein Sprecher Faiz Shakir am Mittwoch. Die nächste Vorwahl finde nach jetzigem Stand erst in mindestens drei Wochen statt. Die Coronavirus-Pandemie hat den Vorwahlkalender der US-Demokraten stark durcheinandergebracht, mehrere Vorwahlen wurden verschoben.

Sanders hatte am Dienstag eine erneute schwere Niederlage gegen seinen Rivalen Joe Biden erlitten. Der linksgerichtete Senator unterlag dem früheren Vizepräsidenten in Florida, Illinois und Arizona und damit in allen drei Bundesstaaten, in denen am Dienstag abgestimmt wurde. Besonders verheerend war seine Niederlage im wichtigen Florida, wo er fast 40 Punkte hinter Biden landete. Sanders hat damit rechnerisch kaum mehr Chancen auf die Präsidentschaftskandidatur.

Damit dürfte der Druck der Demokraten auf den 78-Jährigen wachsen, das Handtuch zu werfen, damit sich die Partei für die Präsidentschaftswahl im November hinter Biden vereinen kann. Die Oppositionspartei will unbedingt ein Szenario wie vor der Präsidentschaftswahl 2016 vermeiden.

Damals hatte Sanders sich ein langes und erbittertes Vorwahlrennen mit seiner Rivalin Hillary Clinton geliefert, das zu tiefen Rissen bei den Demokraten führte. Kritiker machen den langjährigen Senator deswegen mitverantwortlich für Clintons Niederlage gegen den Republikaner Donald Trump bei der Präsidentschaftswahl 2016.


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