16.03.2020, 04:04 Uhr

Peking (AFP) Industrieproduktion in China sinkt erstmals seit drei Jahrzehnten

Stahlschmelze in der chinesischen Provinz Zhejiang.
Quelle: AFP/Archiv/STR (Foto: AFP/Archiv/STR)Stahlschmelze in der chinesischen Provinz Zhejiang. Quelle: AFP/Archiv/STR (Foto: AFP/Archiv/STR)

Corona-Krise lässt auch Einzelhandelsumsätze einbrechen

Als Folge der Coronavirus-Pandemie ist in China die Industrieproduktion erstmals seit drei Jahrzehnten geschrumpft. Die Produktion sank im Januar und Februar um 13,5 Prozent im Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum, wie aus am Montag veröffentlichten Zahlen des Nationalen Statistikbüros hervorgeht. Die Einzelhandelsumsätze gingen in diesem Zeitraum um 20,5 Prozent zurück - auch dies war die schlechteste Bilanz seit Jahrzehnten.

Die chinesischen Behörden hatten auf den Ausbruch des neuartigen Erregers mit drakonischen Reisebeschränkungen und anderen Restriktionen reagiert, welche Produktion und Absatz von Produkten empfindlich trafen. Inzwischen geht die chinesische Regierung davon aus, dass der Höhepunkt der Corona-Krise in der Volksrepublik überwunden ist. Sie hat die Restriktionen deswegen teilweise etwas gelockert. Von einer Rückkehr zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Normalität ist China aber noch weit entfernt.

Insgesamt gab es laut den offiziellen Zahlen in China - von wo die Pandemie im Dezember ihren Ausgang genommen hatte - mehr als 80.800 bestätigte Corona-Infektionsfälle. Die amtliche Zahl der Todesopfer in der Volksrepublik liegt bei 3213.


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