13.03.2020, 15:20 Uhr

Washington (AFP) Trump äußert sich am Freitag erneut zu Coronavirus

US-Präsident Donald Trump.
Quelle: POOL/AFP/Archiv/Doug Mills (Foto: POOL/AFP/Archiv/Doug Mills)US-Präsident Donald Trump. Quelle: POOL/AFP/Archiv/Doug Mills (Foto: POOL/AFP/Archiv/Doug Mills)

US-Präsident gibt Pressekonferenz im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump will sich erneut öffentlich zur Coronavirus-Pandemie äußern. Der Präsident kündigte am Freitag für 15.00 Uhr (Ortszeit; 20.00 Uhr MEZ) eine Pressekonferenz im Weißen Haus an. Nähere Angaben machte er zunächst nicht.

Trump hatte sich bereits am Mittwoch in einer Fernsehansprache zur Coronavirus-Krise geäußert. Der Auftritt wurde scharf kritisiert. So kündigte Trump ohne Absprache mit der EU ein einmonatiges Einreiseverbot für Reisende aus Europa an, das in der Nacht zum Samstag in Kraft tritt.

Der US-Präsident verkündete zudem fälschlicherweise einen Importstopp für Güter aus Europa und musste kurze Zeit zurückrudern. Für Kritik sorgte auch, dass er das Coronavirus als "ausländisches" oder "fremdes" Virus ("foreign virus") bezeichnete. Ohnehin ist Trumps Krisenmanagement in der Kritik. Der Präsident hatte die Gefahr durch das Virus für die USA lange Zeit kleingeredet.

In den USA gibt es inzwischen mehr als 1700 bestätigte Infektionsfälle und rund 40 Tote. Die tatsächliche Zahl der Infektionen dürfte deutlich höher liegen. Es fehlt aber an Coronavirus-Tests - einer der wichtigsten Kritikpunkte an der US-Regierung.

Trump ist darüber hinaus kürzlich bei einem Treffen mit Brasiliens Staatschef Jair Bolsonaro mit einem Mitarbeiter des Präsidenten in Kontakt gekommen, bei dem später das Virus nachgewiesen wurde. Bislang hält Trump einen Test bei sich selbst nicht für nötig. Das Ergebnis eines Tests bei Bolsonaro steht noch aus.


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