29.02.2020, 13:20 Uhr

Bonn (AFP) Coronavirus bei vier Kindergartenkindern im Kreis Heinsberg festgestellt

Das Coronavirus breitet sich weiter aus.
Quelle: AFP/Kenzo TRIBOUILLARD (Foto: AFP/Kenzo TRIBOUILLARD)Das Coronavirus breitet sich weiter aus. Quelle: AFP/Kenzo TRIBOUILLARD (Foto: AFP/Kenzo TRIBOUILLARD)

Auch Mitarbeiter von Ganztagsbetreuung an Bonner Schule infiziert

Das neuartige Coronavirus breitet sich in Deutschland weiter aus. Im besonders betroffenen Landkreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen wurde das Virus inzwischen auch bei vier Kindergartenkindern festgestellt, wie eine Sprecherin der Kreisverwaltung am Samstag sagte. Die Zahl der Coronavirusfälle in dem Landkreis stieg am Samstag auf insgesamt 60 Fälle.

Den Kindern gehe es aber gut, sagte die Behördensprecherin. Sie zeigen demnach "allenfalls Erkältungssymptome". Die Kinder hatten den Kindergarten besucht, in dem die Frau arbeitete, die nach ihrem Mann als zweite im Kreis Heinsberg positiv auf das Virus getestet worden war.

Ihren ersten Infektionsfall meldete am Samstag die Stadt Bonn. Betroffen ist dort ein Mann, der im offenen Ganztagsbereich einer Schule arbeitet. Derzeit würden die Eltern informiert und dringend gebeten, dass die Familien zunächst zuhause bleiben, erklärte die Stadt.

Die Stadt Aachen teilte am Samstag mit, bei einer Frau, die aus anderen Gründen in einer Aachener Klinik behandelt werde, sei das Virus nachgewiesen worden. Zudem seien eine Frau und ihr Sohn aus Würselen ebenfalls positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine stationäre Aufnahme sei bei diesen beiden aufgrund des leichten Krankheitsverlaufes aber nicht erforderlich, die Betroffenen seien nach Hause entlassen worden. In diesem Fall würden nun die Kontaktpersonen ausfindig gemacht.

"Die aktuellen Fälle aus unserer Region zeigen, dass die Krankheit in der Regel einen solch moderaten Verlauf nimmt und die Patienten in Absprache mit dem Gesundheitsamt sich zuhause auskurieren können", erklärte die Leiterin des Aachener Gesundheitsamtes, Monika Gube.

Vier Verdachtsfälle gibt es Duisburg, wie die dortigen Behörden am Samstag mitteilten. Drei der Betroffenen seien in häuslicher Quarantäne, ein Patient werde in einer Klinik behandelt. Drei der Verdachtsfälle hatten sich demnach zuvor in einem der besonders betroffenen Gebiete in Italien aufgehalten, einer hatte Kontakt zu einem Infizierten im Zusammenhang mit den Fällen im besonders betroffenen Landkreis Heinsberg. Mit Testergebnissen werde im Laufe des späten Nachmittags gerechnet, erklärte die nordrhein-westfälische Stadt Duisburg.

Am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag waren zuvor unter anderem aus Hessen und aus Baden-Württemberg neue Infektionsfälle gemeldet worden; in beiden Fällen zeigten sich nach Angaben der Behörden milde Krankheitszeichen.


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