23.02.2020, 21:39 Uhr

Washington (AFP) Trump rechnet bei Staatsbesuch in Indien mit "Millionen" jubelnder Menschen

Trump und seine Frau Melania vor der Abreise nach Indien.
Quelle: AFP/SAUL LOEB (Foto: AFP/SAUL LOEB)Trump und seine Frau Melania vor der Abreise nach Indien. Quelle: AFP/SAUL LOEB (Foto: AFP/SAUL LOEB)

US-Präsident: Stadioneröffnung wird die "größte Veranstaltung" aller Zeiten

US-Präsident Donald Trump geht nach eigener Aussage davon aus, dass ihm bei seinem ersten Staatsbesuch in Indien Millionen von Menschen zujubeln werden. "Ich freue mich darauf, mit dem indischen Volk zusammen zu sein", sagte Trump am Sonntag vor seiner Abreise in Washington. "Es werden viele Millionen und Abermillionen von Menschen da sein", fügte er vor Journalisten am Weißen Haus hinzu.

Trump soll am Montag in Indien landen. Stationen der zweitägigen Reise sind die Hauptstadt Neu Delhi sowie die Städte Ahmedabad und Agra. In Ahmedabad will Indiens Premierminister Narendra Modi mit Trump das weltgrößte Kricketstadion eröffnet. Bei diesem Auftritt rechnet Trump mit Millionen Zuschauern. "Ich habe gehört, dass es eine große Veranstaltung wird. Manche sagen, die größte Veranstaltung, die es je in Indien gegeben hat. Das hat mir der Premierminister gesagt", sagte er am Sonntag.

Zwar werden bei der Stadioneröffnung tatsächlich viele Besucher erwartet. Nach Angaben indischer Behördenvertreter dürften es mehr als hunderttausend Menschen werden. Dass Trump immer wieder von Millionen von Menschen spreche, sei möglicherweise auf ein Missverständnis oder ein Übersetzungsproblem zurückzuführen, sagten Experten.

Der US-Präsident hatte sich erst im September zusammen mit Modi bei einer Veranstaltung in einem Fußballstadion im US-Bundesstaat Texas gezeigt. Der Auftritt wurde als Freundschaftsgeste gewertet, aber auch als Wahlkampfaktion an die Adresse der rund vier Millionen indischstämmigen Menschen in den USA, die traditionell mehrheitlich die oppositionellen Demokraten wählen.

Der US-Präsident reist in Begleitung seiner Frau Melania und seines Handelsministers Wilbur Ross. Die Handelsbeziehungen zwischen den USA und Indien sind seit langem problematisch, unter Trump und Modi verschlechterten sie sich weiter.


0 Kommentare