17.02.2020, 12:22 Uhr

Berlin (AFP) Urteil nach spektakulärem Berliner Goldmünzen-Raub am Donnerstag erwartet

Justitia.
Quelle: AFP/Archiv/INA FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/INA FASSBENDER)Justitia. Quelle: AFP/Archiv/INA FASSBENDER (Foto: AFP/Archiv/INA FASSBENDER)

Vier Angeklagte sollen 2017 millionenschwere Münze gestohlen haben

Fast drei Jahre nach dem Diebstahl einer hundert Kilogramm schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum will das Landgericht am Donnerstag sein Urteil verkünden. Die Verteidiger der Angeklagten im Alter zwischen 21 und 25 Jahren forderten in ihren bis Montag dauernden Plädoyers nach Gerichtsangaben Freisprüche. Die Staatsanwaltschaft hatte ihrerseits bereits vor knapp einem Monat Haftstrafen zwischen fünf und sieben Jahren verlangt.

Die teils miteinander verwandten Angeklagten sollen im März 2017 bei einem spektakulären Diebstahl die großformatige Münze "Big Maple Leaf" aus dem Berliner Bode-Museum entwendet haben. Einer der Angeklagten soll als Wachmann in dem Museum gearbeitet und die anderen drei Verdächtigen mit Tipps versorgt haben. Dieses Trio, das zu einer wegen krimineller Aktivitäten berüchtigten Großfamilie gehören soll, soll dann die eigentliche Tat begangen haben.

Der Materialwert der Münze, einer hundert Kilogramm schweren Sonderprägung, lag bei 3,75 Millionen Euro. Sie ist seither verschwunden. Die Tat erregte weltweit Aufsehen. Der Prozess begann vor mehr als einem Jahr, insgesamt gab es bislang 41 Verhandlungstage.


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