13.02.2020, 17:33 Uhr

Genf (AFP) WHO sieht keine "signifikante Veränderung" des Verlaufs der Coronavirus-Epidemie

Chinesische Behörden meldeten am Donnerstag 242 weitere Tote.
Quelle: AFP/Fabrice COFFRINI (Foto: AFP/Fabrice COFFRINI)Chinesische Behörden meldeten am Donnerstag 242 weitere Tote. Quelle: AFP/Fabrice COFFRINI (Foto: AFP/Fabrice COFFRINI)

Behörde führt starken Anstieg von Fallzahlen in China auf neue Meldemethode zurück

Trotz des starken Anstiegs der Coronavirus-Fälle in China sieht die Weltgesundheitsorganisation (WHO) keine "signifikante Veränderung" des Epidemieverlaufs. Der Anstieg sei auf "eine Änderung der Art und Weise zurückzuführen, wie die Fälle gemeldet werden", sagte der WHO-Experte Michael Ryan am Donnerstag in Genf zur Begründung.

Die Zahl der Infizierten in China war am Donnerstag nach Behördenangaben drastisch um über 14.800 auf fast 60.000 gestiegen, zudem wurden 242 weitere Todesfälle vermeldet. In Festlandchina wurden damit insgesamt 1355 Todesopfer gezählt.

Die jüngste besonders deutliche Zunahme der Toten- und Infektionszahlen hängt nach Behördenangaben damit zusammen, dass das Virus in China mittlerweile nicht mehr unbedingt durch einen Nukleinsäure-Test nachgewiesen werden muss, sondern die Diagnose auch auf Grundlage von Röntgenbildern der Lunge gestellt werden kann. Dadurch sollen Infizierte schneller Zugang zu einer Behandlung erhalten.


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