10.02.2020, 10:10 Uhr

Berlin (AFP) Fernverkehr der Deutschen Bahn läuft allmählich wieder an

Anzeigetafel in einem Bahnhof.
Quelle: AFP/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Ina FASSBENDER)Anzeigetafel in einem Bahnhof. Quelle: AFP/Ina FASSBENDER (Foto: AFP/Ina FASSBENDER)

Erste Züge in Norden gestartet - Im Süden weiterhin kein Bahnverkehr

Die Deutsche Bahn hat ihren wegen des Wintersturms "Sabine" bundesweit unterbrochenen Fernverkehr am Montagvormittag allmählich wieder gestartet. Die ersten Fernzüge hätten sich in Norddeutschland auf den Weg gemacht, teilte das Unternehmen mit. Der Verkehr solle nach und nach auch in anderen Regionen aufgenommen werden. In Baden-Württemberg und Bayern seien wegen der Lage zunächst jedoch keine Zugfahrten möglich.

"Sabine" zieht seit Sonntag mit Sturm- und Orkanböen über Deutschland, es gab Schäden und Verletzte. Den Süden ist erst am Montag mit voller Wucht erfasst worden, während sich die Lage im Norden bereits wieder besserte. In Bayern stoppten die Bahn und andere Verkehrsunternehmen am Montag auch den Regionalverkehr zunächst komplett.

Erste Erkundungsfahrten auf den eigenen Strecken hätten zu teilweise ernüchternden Ergebnissen" geführt, teilte die Bayerische Oberlandbahn am Montag in Holzkirchen mit. An mehreren Stellen blockierten Bäume die Gleise. Das Unternehmen befährt Regionalstrecken im Raum München.

Auch die Bahn startete mit Tagesanbruch Erkundungsfahrten im gesamten Netz. Dabei würden langsam fahrende Züge und teilweise auch Hubschrauber eingesetzt, berichtete der Konzern in Berlin. Einsatzkräfte hätten außerdem damit begonnen, Beschädigungen zu beseitigen. Am Sonntagabend hatte die Bahn den Fernverkehr aus Sicherheitsgründen bundesweit eingestellt, alle Züge stoppten in Bahnhöfen.

So wollte das Unternehmen nach eigenen Angaben vermeiden, dass Reisende auf freier Strecke stranden. An insgesamt 23 Bahnhöfen stellte die Bahn demnach Aufenthalts- und Übernachtungszüge bereit, in denen sich festsitzende Passagieren in der Nacht zum Montag aufhalten konnten.


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