09.02.2020, 19:55 Uhr

Teheran (AFP) Iran schießt Satelliten ins All und verfehlt Umlaufbahn

Start der Rakete mit dem Satelliten an Bord.
Quelle: IRAN PRESS/AFP/- (Foto: IRAN PRESS/AFP/-)Start der Rakete mit dem Satelliten an Bord. Quelle: IRAN PRESS/AFP/- (Foto: IRAN PRESS/AFP/-)

Ministerium spricht dennoch von "erfolgreichem" Start

Der Iran hat am Sonntag nach eigenen Angaben eine Rakete mit einem Satelliten an Bord "erfolgreich" ins All geschossen. Der Satellit verfehlte jedoch aufgrund einer zu geringer Geschwindigkeit die geplante Umlaufbahn, wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums im staatlichen Fernsehen sagte.

Der iranische Telekommunikationsminister Mohammed Dschawad Asari Dschahromi gab im Kurzbotschaftendienst Twitter zu, dass der Start "gescheitert" sei, gab sich aber kämpferisch. "Wir sind unverwundbar!", erklärte der Minister. Der Iran verfüge über weitere "großartige Satelliten".

Der Satellit sei am Abend (Ortszeit) gestartet und erreichte eine Höhe von 540 Kilometern, hieß es im Staatsfernsehen. Die meisten Ziele der Mission seien erreicht und Daten gesammelt geworden. "In naher Zukunft werden wir durch die Analyse dieser Daten die nächsten Schritte einleiten", erklärte der Sprecher Verteidigungsministeriums demnach.

Die USA betrachten das Weltraumprogramm der Iraner als "Provokation". Washington fürchtet, dass Teheran die Erkenntnisse für sein Atomprogramm nutzt. Seit dem einseitigen Rückzug der USA aus dem Atomabkommen mit dem Iran im Mai 2018 verfolgt US-Präsident Donald Trump eine Politik des "maximalen Drucks" und führte erneut harte Sanktionen gegen das Land ein.


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